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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 182 mal aufgerufen
 Fertige Geschichten
Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

19.02.2008 20:07
Die rasende Wut antworten

Die Wut brennt in dir wie die Flamme der Sonne. Du blickst dich um auf dem Schlachtfeld.
Es war Morgen als der Rote Nebel kam, und die Angst und die Rücksicht mit sich nahm.
Nun ist es Abend, und du spürst wie das blut aus denen Boden den Übervollen Boden benetzt.
Nicht nur dein Blut ist Heute auf ihm vergossen wurden, auch das Blut von Tausenden anderen, doch wo sind sie nun?
Gefallen wie Blätter im Herbst, unter deine Hieben, deiner unerbittlichen Wut.
Und als du aufblickst, erkennst du das du alleine bist.
Nicht eine Seele lebt noch, nicht ein Körper wurde unzerschmettert zurück gelassen.

Und während du über das Schlachtfeld wandelst, und die Wut in dir erkaltet, das Blut in deinem Körper sich Herzschlag um Herzschlag einen Weg nach draußen bahnt, erkennst du das du nun alleine bist.
Nichts lebt mehr hier, und doch, hörst du noch immer die Schreie der Schlacht in deinem Kopf widerhallen. Du siehst an dir herunter und weißt, wenn du nicht bald etwas gegen die Wunden tust, so wirst auch du verbluten.

Aber es ist dir egal, denn wie die Wut verklang, so ließ sie doch nur bittere Asche und Schnee zurück. Schnee der die Seele kühlt und die Gefühle zum gefrieren bringt.
Und als die Sonne untergeht und das Schlachtfeld in blutiges Licht taucht, so weißt du das mit der Sonne auch dein Leben vergehen wird, und es ist dir Recht. Denn obwohl dein Herz noch schlägt, so ist doch kein Leben mehr in dir, du bist nur ein Geist der über leere Schlachtfelder taumelt, verzweifelt suchend, nach dem Frieden den du niemals finden konnte.

Und wie die Sonne untergeht, und die Sterne den Himmel in bleiches Licht tauchen, und der Mond sein gleichgültiges Antlitz über den Rand der Welt schiebt, so legst auch du dich zu Ruhe, zwischen Gefallen Feinden und zerbrochenen Freunden. Und während das letzte Leben aus dir heraus rinnt, so spürst du endlich den Frieden den das Leben dir nie gewähren wollte.

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Anything I believe in I can do.
And I believe I can do Anything.

Ich habe das Geheimnis der Unsterblichkeit entdeckt.
...Nicht-Sterben...

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Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

19.02.2008 20:07
#2 RE: Die rasende Wut antworten

Ich sah den Weg, die Zukunft einer ganzen Welt.
Und ich sah das licht des Lichtträgers, den ersten der Wegbereiter, doch es kümmerte mich nicht.
Denn die Wut in meinem Herzen ließ mich den Weg verlassen, ich umarmte die Dunkelheit und die Kälte, um meinen Zorn zu stillen.

Und wie ich in der Dunkelheit umherwanderte, und meine Wut durch die Kälte zu Asche wurde, so konnte ich doch nicht aufgeben, denn solange ich lebte, würde meine Wut auch nicht verlöschen.

Und ich ging in die tiefste Dunkelheit, auf der Suche nach Frieden. Doch selbst dort, in der Verdammnis der letzen Tiefen, fand ich keine Ruhe vor der Bestie in meinem inneren.

Und so wanderte ich umher, in den Schatten, in der Dunkelheit und im Licht. Doch nirgends fand ich Ruhe vor der Bestie, nirgends ein Ort an dem ich mich vor ihr verstecken konnte.
Und doch konnte ich nicht gegen sie kämpfen, denn so wie sie ein Teil von mir war, so war ich ein Teil von ihr.

Und während ich durch die Welten wanderte so erkannte ich, nicht die Bestie verfolgte mich, sondern ich verfolgte die Bestie.

Und als ich die Bestie rief kam sie zu mir, und ich akzeptierte die Dunkelheit und die Wut der Bestie als einen Teil meiner selbst, und die Bestie bekam wieder ein Teil meiner Selbst, und ich bekam wieder ein Teil der Bestie.

Und ich fand Frieden im Zorn, und Erlösung in der Wut die aus dem Inneren entspringt.

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Anything I believe in I can do.
And I believe I can do Anything.

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...Nicht-Sterben...

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