Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 174 mal aufgerufen
 Geschichte
Leo Offline

Spielen?


Beiträge: 430

25.02.2008 22:09
Düstere Legenden aus Jonahkar antworten
„…Man weiß es nicht wie viele Minuten, Stunden, Tagen, Wochen oder sogar Monate es dort schon verbracht hatte.
Früher hatte sie es viel öfter gehört. Die Schritte. Am Anfang waren die Schritte gepaart mit leisem Schluchzen, sie hatte es fast täglich gehört. Die Antworten waren immer tiefe verängstige Schluchzen, helle bettelnde Schreie.
PAPA, PAPA.
Schnell wurde der große schwere Metallriegel beiseite geschoben und ein schmaler Lichtstrahl zeichnete ein Quadrat an die Rückwand. Ein dumpfer Schlag auf dem Steinboden. Ein kleines Stoffpacket. Man brachte ihm Essen was zu trinken.
Doch das Schluchzen verstummte, immer seltener konnte es die Schritte auf der Treppe hören oder das Schlagen des Riegels. Bis sie ganz verhalten. Wie die keuchende Kinderschreie, die von den Wänden auf es zurück prasselten.
Irgendwann schwiegen sie. Und dann hörte sie es, ein Flüstern. Eine Neue leise liebliche Stimme. Langsam tasteten sich die Feuchten kleinen Hände über den kalten Stein nach vorne. Blind vor Tränen und Dunkelheit.
Mama…MAMA.
Sie spürte weiches gelocktes Haar, ein feines kühles Gesicht aus Porzellan. Das feine kleine Näschen die wunderschönen geformten Lippen und sie Flüsterte. Leise liebliche Klänge an dem tauben Ohren. Öffnete das Herz, zart liebevoll wiegte sie es in ihrer Stimme.“

Als der alte Mann seine die raue Stimme senkte. Hatte sich eine kleine Menschentraube um ihn herum gebildet. Vor allem kleine Kinder die sich in der ersten Reihen drängen, hatten weit aufgerissene Augen. Ein Mädchen das zwischen den anderen Kinder saß und ihre Puppe fest umklammerte hob langsam die Hand.

„was ist mit dem Kind passiert?“

„nun das ist doch klar es war ungezogen und die Puppe ist der Teufel gewesen und hat es geholt. Und wenn man Heute an dem atlen Hau vorbei kommt hört man immer noch die Kinderschreie. “

Und mit diesen Worten beendete er seinen Vortrag und erhob sich von der Bank, lies eine zitternde Kindermenge zurück.

-----

"Alles ist gut, solange du Wild bist"

*hust*

Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

26.02.2008 20:33
#2 Düstere Legenden aus Jonahkar antworten

Es war ein altes Haus, sicherlich über 100 Jahre alt. Ein Herrenhaus, erbaut von einem reichen Händler, doch hier wohnte schon lange niemand mehr.
Es gab keinen Besitzer, und niemand wollte darin wohnen, denn kaum jemand der eine Nacht in dem Haus verbrachte verließ es auch wieder. Und manchmal kann man auf dem Gelände die Geister derer sehen die dem Haus zum Opfer gefallen waren.

Man erzählte sich auch die seltsamsten Geschichten darüber warum es in dem Haus spukte.
Und manchmal, nachts, wenn man all seinen Mut aufbrachte und sich auf das verfallene Gelände schlich, dann konnte man Stimmen hören, Schreie und das Schluchzen von Kinder.

Und wenn man den Mut aufbringen sollte um nachzusehen, so konnte man von den Fenstern aus doch nichts sehen, denn sie waren verschlossen. Und wenn man versuchte durch die Tür ins Haus zu gelangen so schaffte man es nicht, denn keine Macht der Welt konnte die Tür öffnen.

Man spricht aber auch von einigen die es geschafft hatten sich in das Haus zu schleichen, sie warteten im Haus bis es Nacht wurde, und sie wurden nie wieder gesehen.

Tagsüber ist das Haus verfallen und zerstört, Teile von ihm sind durch ein Gewitter vor vielen Jahren abgebrannt, doch Nachts, kann man es sehen, auf dem Hügel, erhellt von dem Glanz vieler Kerzen, wie zu der Zeit als es gerade eben fertig gestellt war.

Man fand niemals eine Spur von denen die es wagten eine Nacht in dem Haus zu verbringen.
Früher war es eine beliebte Mutprobe unter den Jugendlichen des Dorfes eine Nacht auf dem Gelände zu verbringen, dies hörte auf nachdem einige Jugendliche verschwanden und nur noch ihre Blutbefleckte Kleidung gefunden wurde. Sie hang an den Zinnen des kleinen Turmes des Herrenhauses.

Ich wahr damals noch jung, als das Herrenhaus verflucht wurde, und weiß deshalb nicht viel darüber, doch ich habe die Alten darüber sprechen gehört, was sie fanden, in der Nacht nach dem Großen Sturm, vor 50 Jahren. Mein Vater meinte zu mir auf seinem Totenbett das er bis zum Schluss noch jede Nacht Alpträume gehabt hätte, von dem was sie hinter den verfallenen Mauern fanden.

Er meinte zu mir das sie damals versucht hatten das Haus nieder zu brennen, doch umsonst, es wollte kein Feuer fangen. Und selbst das große Gewitter schaffte es nicht, mehr als einige der kleineren Nebengebäude zu zerstören.

Doch auch sie sieht man, in der Nacht, wenn der Mond sich versteckt und die Dunkelheit aufrechte Seelen zum Zittern bringt.

---------

Anything I believe in I can do.
And I believe I can do Anything.

Ich habe das Geheimnis der Unsterblichkeit entdeckt.
...Nicht-Sterben...

.

Die Braut »»
 Sprung  
Xobor Ein Xobor Forum
Einfach ein eigenes Forum erstellen