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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Ideen und Konzepte
Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

23.06.2008 23:15
Mein neuster Char antworten

Hier mal den Anfang der Hintergrundgeschichte von dem Char den ich am nächsten Treffen spielen werde.


Geboren in einem mittleren Dorf irgendwo auf Jalon.

Sohn eines Schmiedes, schon sehr früh war klar das er ganz nach seinem Vater kam. Seine grosse körperliche Kraft und Ausdauer sprachen sich schnell herum, weshalb er nur selten in Schwierigkeiten kam. Die Tatsache das er schon seit er laufen konnte an der Schmiede stand tat das ihrige dazu. Schon mit 12 war er stärker als die meisten Männer des Dorfes, aber nicht nur seine Kraft war aussergewöhnlich. Auch sein Wesen, denn anders als die anderen Dorfbewohner fragte er sich häufig was wohl hinter dem Horizont lag, versuchte stets herauszufinden warum das Metal stets bei einer bestimmten Temperatur geschmiedet werden musste, und nicht bei einer anderen. Sobald einmal ein wandernder Geschichtenerzähler ins Dorf kam, war er immer in der ersten Reihe. Am spannendsten fand er immer die Geschichten wo der Held seiner Liebsten in das Reich des Todes folgte, um ihre Seele zurück zu bringen und ihrem Körper wieder Leben einzuhauchen. Diese Geschichten fand er immer am spannendsten, auch wenn er natürlich wusste das der Erzähler stets den Helden gewinnen lassen würde, so fragte er sich doch was denn die Göttin wirklich von so etwas hielt, und wie solche Sachen doch das Gleichgewicht durcheinander bringen würden. Denn er erkannte das die ganze Welt stets in einem Gleichgewicht war, nur in einem Gleichgewicht konnte es funktionieren, so wie die Bauern im Frühling nicht sähen konnten, wenn sie ihr Saatkorn assen, und das Eisen nicht geschmiedet werden konnte wenn es zu kalt war, so konnte ein Lebender nicht zurück ins Leben, denn er wusste schon ganz genau, was einmal jemand macht, das gelingt auch einem anderen, und was zweien gelingt, da bleibt der Dritte nicht weit entfernt.


Doch all dies wäre ohne Grosse Folgen geblieben, hätte es nicht wieder einen Krieg gegeben, wie schon so viele vor ihm. Und so zog er in den Krieg, er war gerade 16 geworden, doch schon grösser als alle Männer im Dorf, mit Ausnahme seines Vaters. Doch konnte dieser, ein wahrer Bär von einem Mann, nicht mit in diesen Kampf ziehen, dieser war in einem vorherigen Krieg so stark am Bein verwundet worden das er nur noch humpeln konnte, dies machte ihn untauglich für den Kampf, und so sah er seinem Sohn nach, wie er mit den anderen Kriegstauglichen Männern des Dorfes davon zog, er sollte ihn ein Jahr lang nicht mehr sehen.
Worum dieser Krieg geführt wurde, und was ihn beendete ist bedeutungslos, es war nur ein Konflikt in einer langen Reihe von Konflikten, die ihren Anfang in der Entstehung der Reiche haben, und vermutlich noch andauern werden bis alle Reiche zerbrochen sind.

Dieser Krieg ist nur in einer Hinsicht für diese Geschichte wichtig, denn er legte den Grundstein für die Wandlung des Dorfschmiedes in den Mann der später alleine durch seinen Anblick gestandene Männer den Blick abwenden lassen würde.

Die Kämpfe verteilten sich über die Dauer von einem Jahr, aber zuerst wurden die Männer aus dem Dorf im Kampf mit der Waffe ausgebildet. Oder doch zumindestens in etwas was man mit der Ausbildung an der Waffe vergleichen konnte. Denn, wirkliche Waffen hatten sie nicht, nur Mistgabeln, Holzfälleräxte, und das eine oder andere rostige Kurzschwert.

Er selbst, trug eine der wenigen echten Waffen, denn diese hatte er von seinem Vater bekommen, und dieser von seinem, und jener wiederum von seinem Vater. Und woher diese sie hatte verliert sich im Dunkeln, aber vermutlich hatte er sie als Beute von einem Schlachtfeld mitgebracht. Es war eine Waffe wie sie nur von wenigen geführt wurde, ein herausragend gearbeitetes Bastardschwert, schwer, und auch schon recht schartig, war es doch immer noch scharf, und es hatte den Männer der Familie schon in so manchem Krieg das Leben gerettet. Das Schwert trug keinen Namen, obwohl es vielleicht einen verdient hätte, aber für ihn war es einfach nur das Schwert seiner Vorväter, und als solches hielt er es auch in Ehren.
Er hatte schon von seinem Vater gelernt wie er damit umgehen konnte, und in der Kompanie der sie zugeteilt wurden, gab es einen alten Veteranen der wohl das potenzial im jungen Schmied erkannte, denn dieser war ja grösser und weit kräftiger als alle anderen Männer aus seinem Dorf. Und so brachte ihm dieser Veteran noch den einen oder anderen Kniff im Kampf bei, was natürlich dazu führte das er sich vor seinem ersten Kampf praktisch unbesiegbar fühlte, und dieses sollte ihm dann auch fast zum Verhängnis werden.

Die Schlacht begann, wie so viele Schlachten, im Morgengrauen. Es war ein kühler Spätfrühlingsmorgen, doch es lag noch immer Eis in der Luft, und in der vergangenen Nacht war Regen gefallen, der Boden war nass, und in den Pfützen spiegelte sich das Morgengrauen.
Und grauenhaft sollte es in der Tat werden.

Sie waren unvorbereitet auf die Heftigkeit des Kampfes, überrascht von der Anzahl und der überlegenden Ausbildung der Truppen schien der Kampf von Anfang an verloren.

Und doch wogten die Kämpfe den ganzen Tag über hin und her. Gegen Mittag wurde es so heiss das sich beide Parteien zurück zogen und auf den kühleren Abend warteten, und währenddessen natürlich Pläne machten wie sie dem Feind am besten beikommen könnten.

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Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

24.06.2008 01:57
#2 RE: Mein neuster Char antworten

Gegend Abend dann zog Nebel auf, und die begann erneut. Beide Seiten versuchten die andere in einen Hinterhalt zu locken. Es gelang auch beiden, die Konsequenz war ein heilloses Durcheinander, wo keiner mehr wusste wer jetzt auf welcher Seite war, und die meisten einfach nur versuchten Heil aus der ganzen Sache wieder heraus zu kommen.

Nicht so der Schmied. Er kämpfte in der Mitte des Schlachtfeldes, schon leicht verletzt, kämpfte er mit der ganzen Kraft seiner Vorfahren. Schon zu Beginn der Schlacht hatte er seinen ersten Mann getötet, ein glückloser Bauer, der, nur mit einer Mistgabel bewaffnet, keine Chance gegen den Jungen, starken Mann gehabt hatte.

Doch nun sah er sich ausgebildeten Kriegern gegenüber, und dies sollte auch fast sein Tod gewesen sein, denn sie waren wesentlich besser als die Bauern, und auch er hatte auf Dauer kaum eine Chance gegen ihn, und so kam es das einer der Soldaten einen Streich landete der den Jungen auf der Stelle niederstreckte, und der gewiss für jeden anderen tödlich gewesen wäre.

Er traf in quer über das Gesicht, der Schlag ging von oberhalb der rechten Braue, knapp an der Nase vorbei, über die linke Seite des Gesichtes, und zerschmetterte dabei sowohl einen Teil der Wangenknochen als auch einen Teil des Kiefers. Blutüberströmt brach Er zusammen, und wurde liegengelassen.

Viele Stunden später wachte er wieder auf, er lag auf der Erde, getrocknetes Blut im Gesicht, kaum fähig zu atmen, sein Gesicht fühlte sich zerbrochen an, und sein Kiefer lies sich nicht bewegen. Er stand auf, und taumelte durch die Nacht, auf die nächsten Feuerstellen zu.

Es spielt keine Rolle wer die Schlacht gewann, und wessen Feuerstellen es waren, niemand trug hier irgendwelche Farben, und jeder Verwundete wurde versorgt.

Es gab einen Feldscher im Lager, er und seine Assistenten hatten nach der Schlacht viel zu tun gehabt, doch nun waren die meisten bereits verblutet, oder so weit das sie keiner unmittelbaren Behandlung mehr bedurften, und so kam es das er in die Gunst kam, vom Feldscher selbst versorgt zu werden.

Dieser schaffte es ihm die Nase einigermassen zu richten, und auch den Kiefer konnte er wieder einrenken und in Form bringen, allerdings sollte er auf immer durch diesen einen Schlag gezeichnet sein. Er litt unter starken Kopfschmerzen, und er konnte keinerlei Nahrung für die nächsten drei Tage zu sich nehmen, doch danach fing er wieder an sich zu erholen, und selbst der Feldscher sagte, das er noch kaum einen Menschen gesehen hätte, der sich so schnell von so einer Verwundung erholt hätte. Und doch dauerte es noch bis in den nächsten Frühling bis er wieder nach Hause zurückkehren sollte. Denn der Krieg war noch nicht vorbei, und auch wenn er nicht mehr kämpfen würde, so hatte er als Schmied doch noch einigen Nutzen. Und so wurde er verpflichtet Schwerter zu schmieden, Tag und Nacht. Auch Pfeilspitzen und Äxte schmiedete er, und danach Rüstungen. Und so schmiedete er für den Krieg, Woche für Woche, Monat für Monat. Durch den Sommer hindurch, bis in den tiefsten Winter. Seine Verwundung war zusehend geheilt, doch noch immer plagten ihn heftige Kopfschmerzen wenn ein Sturm aufzog, und es fiel ihm noch immer schwer feste Nahrung zu sich zu nehmen.

Die Kämpfe gingen weiter, doch er wurde nicht beteiligt, es erschien als sei er ein zu guter Schmied geworden, als dass sie ihn in die Kämpfe schicken wollten. Aber vielleicht hatten sie ihn auch nur einfach vergessen. Und so kam es das er die einsamen Wintermonate alleine in der Schmiede verbrachte, stets über das Leben und den Tod nachdenkend. Stets nachsinnend was der Sinn in allem wäre, und ob nicht vielleicht der Tod die letztgültige Konsequenz des Lebens darstellen würde. Ob nicht vielleicht sogar der Tod erst das Leben möglich machen würde, und ob es nicht vielleicht für jeden eine Zeit gäbe zu der es ihm vorherbestimmt war zu sterben. Und ob das nicht der Grund war, das er noch immer am Leben war, und noch immer in dieser Schmiede, Waffen schmiedete, für den Krieg, zum Töten und zum Versklaven. So gingen die Wintermonate vorbei, er wurde als Schmied immer besser, und auch die anderen Schmiede im Fort, erkannten seine Kunstfertigkeit an, und machten ihm den Vorschlag ob er nicht vielleicht beim nächsten Kriegszug mit dem Heer mitkommen wollte, als vollwertiger Schmied mit einer eigenen Schmiede. Und die Versuchung war gross für ihn, doch er hatte seine Verpflichtungen seinen Vorvätern gegenüber, das er die Schmiede die die ersten seines Geschlechtes, bei der Gründung ihres Heimatdorfes gegründet hatten, weiterführen würde.

Und so begab es sich auch. Im Frühling wurde der Kriegszug wegen einem Unvorhergesehenen Friedensvertrag mit damit verbundener Heirat aufgegeben, und die Rekruten wieder nach Hause geschickt.

Und so kehrte er im Frühling nach Hause zurück, verändert, sowohl an Körper wie auch im Geiste, von nun an sollten seine Gedankengänge düsterer sein als früher, sollte er auch nachdenklicher sein. Sein Aussehen hatte sich stark verändert, war er auch vorher nicht der bestaussehnste Mann im Dorf gewesen, so war er nun nicht einmal mehr auf der Liste.

Und doch, als Schmied machte er eine gute Partie her, und so heiratete er schliesslich.
Ein Mädchen aus dem nächsten Dorf, denn wie jeder wusste war es nicht gut wenn man immer nur innerhalb des Dorfes heiratete, und sie war bereit über seine Narbe hinweg zu sehen, denn, eigentlich waren solche Kriegsverletzungen ja nichts ungewöhnliches, und so konnte er auch die Tochter eines reichen Bauern gewinnen. Sie heirateten als er beinahe 18 und sie 16 Jahre alt waren. Und anfangs stand ihre Beziehung auch unter einem guten Stern, seine Frau wurde rasch schwanger und gebar ihm seinen ersten Sohn, und der sollte schon mit wenigen Jahren zeigen das er ganz nach seinem Vater kam. Wenig später nach dem ersten Kind sollte auch schon das zweite folgen, eine Tochter, und dann abermals mit zwei Jahren abstand, das dritte Kind, nochmals ein Sohn.

Nun befand er sich im besten Alter, (also etwa Mitte 20) es war abzusehen das sein Vater bald seine Schmiede an seinen Sohn vollends abgeben würde, und seine Frau war zum Wiederholten Male Schwanger. Es schien also als sei alles zum Besten, doch dem war nicht so, denn nur wenige Monate nach der Geburt des Vierten Kindes brach eine schreckliche Seuche über das Dorf herein. Nur wenige, die stärksten unter den Dörflern überlebten, alle anderen, die Schwachen, Kranken, Jungen und Alten starben. Seine Frau, noch immer geschwächt von ihrer kürzlichen Niederkunft überlebte die Ankunft der Seuche nicht, genauso wenig, sein neugeborener Sohn und sein jüngster Sohn. Zuerst wagte er noch zu hoffen das sein ältester und seine Tochter überleben würden, doch ihr Tod folgte dem seines Vaters nur zu schnell. Seine Mutter war schon vor Jahren gestorben, und die Seuche nahm ihm auch die anderen Verwandten im Dorf.

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