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Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

26.11.2008 17:09
Dritter Teil - Ein Traum antworten
Am selben Abend noch.

Eine Penthousesuit in der Mitte der Stadt. Unaufgeräumt wirkt sie, chaotisch. Trainigsgerät, Alte Pizzaschachteln und Zeitschriften liegen vertreut in der Wohnung. Neben den Panoramafenstern steht ein großes Bett, eigentlich zu groß für den jungen Mann der in ihm liegt und sich im Schlaf umher wälzt. Das Mondlich scheint durch einen Spalt in den Vorhängen und läst die Schweißtropfen auf seinem Körper glitzern.

Die Luft war von Hitze und Brandgeruch erfüllt. Aber Asche und Rauch waren nicht das einzige was einem die Kehle zuschnürte und einem jeden Wunsch nach Atmen austrieb. Viel schlimmer war der verführerische Geruch von gebratenem Fleisch, der manches Mal den Rauch überdeckte, und der einem die Überkeit aufsteigen lies, in dem Gedanken daran, was dort verbrannte.

Ein Industriekomplex, eine Fabrikhalle, eine Stahlgießerei, dunkelrotes flackerndes Licht was mehr Schatten als Licht wirft.

Du wirfst einen kurzen Blick um dich, Lydia liegt auf dem Boden nur wenige Meter von dir entfernt, ob bewusstlos oder tot, du weist es nicht. Du sieht Parelle, katatonisch in der Ecke hocken, jeder Verstand scheint ihr ausgetrieben. In der Mitte der Halle, Alexander in seinem Exoskelett, ein roter Wiederschein auf silbernem Panzer, erscheint Er wie ein Dämon aus Eis in den Tiefen der Hölle. Er hat Samuel an der Kehle gepackt und blockt mit der anderen Hand einen Schlag von ihm ab, so einfach als hätte ein Kind versucht ihn zu schlagen. Dann, ein Griff um sein Handgelenk, ein berstendes Geräusch als es unter dem Druck bricht. Samuel lässt den Arm hängen, nicht länger fähig sich zu wehren setzt Alexander zum finalen Schlag an.

Du versuchst dich zu bewegen, doch deine Beine scheinen wie am Boden festgenagelt, keiner Bewegung fähig muss du hilflos zusehen wie Alexander eine Klinge aus dem Panzer ausfährt und Samuel damit durchbohrt. Ein Schmerzensschrei durchfährt die Halle, und scheint für einen kurzen Augenblick sogar den Lärm der Feuer draußen zu übertönen. Nach einem Drehen der Klinge reißt er sie aus dem Körper heraus und wirft ihn von sich, verächtlich, so als ob es nur toter Ballast gewesen wäre.
Einige Schritte weiter landet Samuel auf dem Boden, ob nur bewusstlos oder tod ist nicht zu erkennen.

„Warum Alexander? WARUM?“ Deine Stimme, rauh von Rauch und Asche, schafft es kaum gehört zu werden, und doch scheint Er dich verstanden zu haben.

Zuerst antwortet er nicht, nur sein Blick ruht auf Dir. Schlieslich antwortet er dir, seine Stimme klingt gleichmütig, fast schon gelangweilt. „Warum nicht? Ich habe getan was notwendig war, und nichts anderes.“

Mit einem Wutschrei auf den Lippen fühlst du dich auf ihn losstürmen, doch, du siehst den Schlag der dich zurückwirft nicht einmal kommen. Als du auf dem Boden aufprallst spürst du die Rippen die unter seinem Schlag gebrochen sind aneinander reiben und der Schmerz nimmt dir fast das Bewusstsein.

Die Dunkelheit scheint langsam deinen Geist zu füllen, und alles fängt an zur Bedeutungslosigkeit zu verblassen. Doch dann holen dich das Geräusch von schweren Schritten und das Surren von Servos wieder in die Halle zurück.
Du spürst wie sich etwas großes neben dich kniet, dann, ein flüstern in deinem Ohr. „Weist du, das war alles nichts persönliches, ich habe nur das getan was notwendig war um mein Ziel zu erreichen, und, ihr hattet nun mal eure Nützlichkeit ausgelebt.“

Der Zorn der bei diesen Worten in dir aufkommt kämpft die Bewusstlosigkeit zurück. „Dann waren also alle Worte die du über Freundschaft gesagt hast Lügen?“ Du spürst wie sich splitter deiner gebrochenen Rippen in deine Lungen hineinboren, und wie dein Blut langsam deine Lungen füllt. „Das du gesagt hast das du niemals zulassen würdest das uns etwas passiert? Das du gesagt hast das wir alle wie eine Familie für dich wären?“ Du krallst deine Hand in den Brustpanzer seines Exoskeletts, „ANTWORTE MIR!“

Mit einer seltsam anmutenden Sanftheit nimmt er deine Hand von seinem Brustpanzer. „Ich habe euch nie angelogen, ihr habt nur nie richtig zugehört. Ich habe stets gesagt das ich nicht zulassen würde das jemand anderes euch etwas antun würde, ich habe nie gesagt das ich euch nichts antun würde. Und meine Worte über Freundschaft waren keine Lügen, aber, es gibt Dinge hinter denen so etwas zurück stehen muss. Und ihr seid wirklich wie eine Familie für mich, das ist ja auch der Grund wshalb ich mich persönlich um euch gekümmert habe, und das nicht von meinen Dienern hab machen lassen.“

Bei diesen Worten, diesem blanke Hohn in deinen Ohren, kocht eine Wut in dir hoch wie noch nie zuvor in deinem Leben. Diese Worte, die allem an was du geglaubt hast ins Gesicht spucken, diese Worte, die alle Gefühle die du hattest, alles worin du Vertrauen hattest für nichtig erklären.
Als die Wut in dir immer stärker wird, und das Rauschen des Blutes in deinen Adern jedes andere Geräusch übertönt, treten die Schmerzen in den Hintergrund, tritt die Angst in den Hintergrund, wird alles unwichtig, weil nur noch ein Gedanke dich beherrscht. Als du spürst wie deine Kraft wie eine Ozeanwoge unter der Anziehung des Mondes immer weiter anschwillt, bis sie schlieslich alles alles überschwemmt, bleiben keine Zweifel mehr zurück, nur noch eine Handlung bleibt offen.

Er sagt noch etwas zu dir, doch du kannst ihn nicht mehr hören, es kümmert dich auch nicht was er zu sagen hat, denn er hat den Fehler gemacht sich noch immer über dich zu beugen, und das ist der letzte Fehler den er machen wird.
Während die Welle aus Energie in dir nach Befreiung, und die Wut in dir nach Genugtuung ruft, sammelst du alles an Kraft die in deinem Körper noch verblieben ist und krallst deine Hände in seine Brustplatte hinein.

Du spürst noch wie er dich abzuschütteln versucht, doch dafür ist es schon zu spät, du ziehst dich an seinem Brustpanzer hoch und flüsterst ihm noch ein einziges Wort ins Ohr. „Stirb!“

Und dann lässt du alles heraus, alles was du solange unter Kontrolle gehalten hast, all der Hass, all die Wut, all die Entäuschung, alles.

Die telekinetische Druckwelle zerreist zuerst das Exoskelett, dann den Körperpanzer, dann die Haut, das Fleisch, die Knochen, bis schlieslich nichts mehr übrig ist das zerstört werden könnte. Dann breitet sie sich weiter aus, alles zerschmetternd was ihren Weg kreuzt. Die Stahlbetonwände der Fabrik zerreissen wie Papier in einem Sturm, Stützpfeiler zerfallen zu Staub...

Ein Bersten und Krachen erfüllt die Suite. Das Bett auf de Shatter bis noch vor wenigen Augenblicken gelegen hat zerbirst unter der Wucht einer telekinetischen Schockwelle. Dann, ein klirren und splittern, als die Fenster der Suite anfangen zu Reißen und zu Zerbrechen. Risse ziehen sich vom Bett aus über die Wände und Decke und der Staub fängt an aus der Decke zu rieseln und jede Oberfläche im Zimmer zu bedecken.

Mehrere Schritte vom Bett entfernt steht Shatter auf und reibt sich den Kopf. „Autsch!“ . Nach dem er kurz den Schaden begutachtet hat fängt er an aufzuräumen. „Ich sollte wirklich aufhören das zu träumen, das ist schon das dritte Mal in genauso vielen Nächten, und viel öfter hält meine Wohnung das nicht aus.“ Nachdem er sich einen Besen und eine Kehrschauffel genommen hat, und angefangen hat den Schutt zusammen zu kehren fängt er an laut nachzudenken. „Diese ganze Sache mit Alexander muss mich wirklich aufgewühlt haben, und dann das Treffen mit ihm noch.. Aber, ich frage mich wirklich wie der das überlebt hat. Ich meine, ich hab doch gespürt das ich ihn getötet hab.“
Nach kurzem Innehalten zuckt er mit den Schultern und kehrt weiter.
„Achja, Erinnerung an mich selbst, ich sollte endlich aufhören so viele Selbstgespräche zu führen. Man könnte sonst noch denken das ich nicht mhr alle Tassen im Schrank hab.“
Dann scheint ihm etwas einzufallen und er wirft einen Blick in seine Küche, die ein Zimmer weiter liegt.
„Und weist du was? Sie hätten vollkommen recht!“ Mit diesen Worten fängt er an den Scherbenhaufen in seiner Küche zusammen zu fegen.

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Anything I believe in I can do.
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