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Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

26.11.2008 23:59
sechster Teil - Tropfen um Tropfen antworten
Tropf,.. Tropf,.. Tropf,.. Wassertropfen rinnen über den Körper und nehmen alles Gefühl mit sich.
Nichts als Dunkelheit erfüllt mit hallenden Geräuschen. Wassertropfen und Ratten.
Schritte die sich nähern, aber keine Tür die geöffnet wird, kein Licht das die Dunkelheit vertreibt, keine Wärme die die Kälte besiegt die Tropfen um Tropfen in die Knochen schleicht. Die Schritte verklingen, und die Hoffnungslosigkeit die zurück bleibt ist schlimmer als zuvor.

Tropf,.. Tropf,.. Tropf,.. Tropfen um Tropfen werden die Gedanken davon gewaschen. Die Kälte bleibt, der Geist flieht, zu besseren Zeiten? Die Dunkelheit nimmt jetzt auch das Bewusstsein.

Wieviel Zeit vergeht, wer kann das schon sagen? In der Dunkelheit existiert keine Zeit, und die Tropfen zu zählen ist sinnlos, ist der Weg zum Wahnsinn, aber, vielleicht kommt mit dem Wahnsinn ja die Erlösung?

Tropf,.. Tropf,.. Lansam taucht das Bewusstsein wieder an die Oberfläche, doch, ist man wirklich wach? Nichts hat sich verändert. Tropfen um Tropfen, ein kalter, betäubender Strom, der jedes Gefühl wegwäscht. Hallende Tropfen.

Existiere Ich überhaupt? Oder, bin ich nur ein körperlöser Geist, gebunden an endlose Qualen für Taten die ich schon längst vergessen habe. Ich kann mich nicht erinnern. Ich kann mich an nichts mehr erinnern.



Die Dunkelheit nimmt nun auch wieder den Geist in Besitz, und man taucht ein in den Strom der Erinnerungen die schon längst vergessen sind.

Brennende Hitze erfüllt die Lungen. Asche und Rauch schnüren die Kehle zu. Ist man aus einem Alptraum in einen anderen getaucht? Nein, dies war eine Erinnerung, aber, warum konnte man sich nicht daran erinnern was passiert war? Alles was geblieben war, war Dunkelheit, und Kälte.

Er sieht sich um, eine große Fabrikhalle, Schmelzöfen die still stehen, Das Feuer von Bränden ausserhalb der Halle. Auf einem Podest in der Mitte der Halle, eine silberne Gestalt, gekleidet wie ein Ritter als alter Zeit in eine glänzende Rüstung. -Was ist das? Ich weis ich sollte das wissen, aber, warum kann ich mich nicht erinnern?-

Der Mann fängt an zu sprechen, die Stimme klingt vertraut, und doch kann sie nicht eingeordnet werden.

„Ach, da seit ihr ja endlich, ich habe schon auf euch gewartet.“ Er steigt von dem Podest herunter „Vielleicht wollt ihr das ganze noch einmal überdenken?“

„NIEMALS!“ Ein junge Frau schreit diese Worte mit Verachtung hinaus. Sie trägt einen schwarzen Körperpanzer, und in ihm steigt Panik auf, denn er weis das er sie kennen sollte, doch er kann sich nicht erinnern.

Der Mann sieht sie nur bedauernd an. „Ja, das habe ich mir schon gedacht“. Plötzlich steigt Rauch aus ihrem Anzug auf, ein Funken und Zischen, der Geruch von Ozon.

Den Mund weit aufgerissen, die Augen verdreht, bricht sie zusammen, kein Ton der über ihre Lippen kommt.

„WAS HAST DU GETAN?“ Dieser Ruf hallt durch die Halle, und erst als er spürt wie er zu der jungen Frau hinüber rennt, bemerkt er das er selbst es war der dort geschrien hat.

Die Stimme des Mannes klingt ruhig, und lässt doch die Verachtung erahnen, die darunter verborgen liegt. „Ihr glaubt doch nicht etwa, das ich den Körperpanzer von der einzigen Person hier, die mir wirklich gefährlich werden kann, nicht mit einer Sicherung versehen, oder?“

„Dafür wirst du bezahlen!“ Dieser Ruf kam von einem jungen Mann mit schwarzen Haaren, sein Körperpanzer war in Urbancamoflage, und hatte ein großes Loch in der linken Seite. Zwischen den verschmorten Panzerplatten die aus dem Loch rausragten konnte man einen Verband erkennen, durch den das Blut anfing hindurch zu sickern.

„Und wer von euch sollte mich aufhalten?“ Der Blick des Mannes in der Rüstung glitt zur letzten Person in der Halle hinüber. Ihr Gesicht war verzerrt, die Hände an ihre Schläfen gepresst. „Weist du Parelle, die Naniten in deinem Kopf haben dich nicht nur stärker gemacht, sie haben auch dafür gesorgt das du deine Fähigkeiten niemals gegen mich einsetzen kannst.“

Plötzlich schreit die junge Frau auf, Blut läuft ihr aus den Augen und den Ohren. „MACH DAS ES AUFHÖRT!“ Sie bricht auf die Knie, die Hände noch immer an den Kopf gepresst.

Dann spürt er wie sein Körper sich regt, auf den Mann in der silbernen Rüstung zurennt, schneller als es für einen Menschen möglich sein sollte, aber es ist doch nicht schnell genug. Der Schlag mit dem ihn der Mann erwartet erfolgt beinahe schneller als das er ihm folgen könnte. Zu schnell um ihm auszuweichen.

Er sieht die Decke an sich vorrüber ziehen, und es überkommt ihn ein kurzes Erstaunen, als er sich fragt wieso soe so schnell an ihm vorrüber zieht. Dann erinnerte er sich, der Schlag der ihn getroffen hat, und das er jetzt gleich in einem Stützpfeiler oder in der Wand der Fabrikhalle landen würde.

Und tatsächlich, gerade als er dies zu Ende gedacht hat, schlägt er auf, doch, die Schmerzen scheinen weit weg zu sein, auch die brechenden Rippen und die gebrochene Schulter scheinen nicht wichtig zu sein.

-Ja, das ist ja nur eine Erinnerung, aber, wenn das nur eine Erinnerung ist, wo bin ich dann? Und was macht eigentlich dieser andere Kerl gerade?-

Er dreht den Kopf, in dem Versuch zu sehen was in der Halle passiert, und tatsächlich, er kann etwas durch den Rauch und die Asche erkennen. Die beiden Männer schienen in eine Diskussion verwickelt zu sein, Der Mann in der Urbancamoflage schien erzürnt, aber der Mann in der silbernen Rüstung erweckte den Eindruck die Ruhe selbst zu sein.

Langsam richtete er sich an der Säule auf die seinen Flug gestoppt hatte, diese Gelegenheit konnte er sich nicht entgehen lassen. Solange der Mann in der silbernen Rüstung abgelenkt war würde er ihn angreifen.

Er verstand nicht viel von dem was die beien sagten, das Blut das in seinem Kopf rauschte, und der Lärm des Feuers waren zu laut.

Als er dann endlich in den Rücken des Mannes in der silbernen Rüstung gekommen war, griff er so schnell an wie er konnte. Doch, es war vergeblich, der Mann schien ihn schon lange bemerkt zu haben. In dem Moment wo er sich auf ihn stürtzte sah es aus als würde auch der Mann in der Urbancamoflage versuchen sich auf ihn zu stürzen, doch umsonst. Mit einem Arm warf er den anderen Mann zurück, und mit dem anderen packte er Ihn an der Kehle.

Der Mann hob ihn auf Gesichtshöhe, und nun konnte er auch endlihc das Gesicht des Mannes erkennen, doch, es war ihm unbekannt. Obwohl er wusste das er denn Mann kennen sollte, so hatte er dieses Gesicht doch genauso wie alles andere vergessen.

Er versuchte einen Schlag anzubringen, doch es war vergeblich. Der Mann schien jede seiner Aktionen vorhersehen zu können, und mit brutaler Präzesion zu kontern. Der Schlag wurde abgefangen und die linke Hand legte sich um sein Handgelenk.

Ein unmenschlicher Druck wurde auf ihn ausgeübt, und er fühlte sein Handgelenk unter dem Druck brechen. Dan, noch während er die zerbrochenen Knochen seines Handgelenks gegeneinander malen spürte, fühlte er wie etwas aus kaltem Feuer in ihn eindrang.

Er sah an sich herab und sah die Klinge die aus seinem Bauch ragte, in diesem Moment drehte der Mann die Klinge, und ein Schmerzensschrei erfüllt die Luft. Ihm wird klar das er selbst es ist der dort schreit, und kann sich doch nicht stoppen.

Der Mann schien ihn nun nicht mehr als Gefahr zu betrachten, und warf ihn von sich, die Geste wirkte verachtent ihn ihrer Gelassenheit. Der Aufprall war beinahe sanft und während sein Blut auf de Boden verinn kroch langsam wieder die Kälte in seine Knoche, und die Dunkelheit in sein Blickfeld.

Mit seinem letzten Blick sah er noch wie der Mann in der Urbancamoflage auf den Mann in der silbernen Rüstung zurannte, und dann stürzte er wieder in die Dunkelheit.


Tropf,.. Tropf,.. Tropf,..
Die Kälte ist allgegenwärtig, kein Gefühl mehr, nur Taubheit und hallende Stille. Das Feuer und die brennende Hitze erscheinen weit entfernt. Die Erinnung daran verblasst schnell, wie alles andere auch. Die Erinnerung einmal einen Körper besessen zu haben, die Erinnerung an Gefühle, an andere Menschen. Alles verblasste, wurde in Kälte ertränkt und mit jedem einzelnen Tropfen weiter hin fort gespült.

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Anything I believe in I can do.
And I believe I can do Anything.

You Know what is truly awesome?
Ninjas with Sugercoating.
Why? Its like adding Awesome on top of Awesome

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