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Freyr Offline

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27.11.2008 17:32
siebter Teil - Ein Galaabend antworten
Ein Sonniger Nachmittag im Park, der Schnee schmilzt langsam unter der warmen Frühlingssonne. Spaziergänger und verliebte Paare so weit das Auge reicht. Vögel die zwitschernt ihr Revier verteidigen oder um Partner werden.
Auf einer Parkbank, im Schatten einer großen Ulme, und verdeckt durch mehrere Immer-grüne Büsche, sitzt Shatter, auf dem Schoß einen Laptop, in der Hand ein Fernglas.
Auf dem Laptop sind verschiedene Blaupausen und Fotos von Räumen zu erkennen. Folgt man dem Blickwinkel des Ferglas erkennt man in einiger Entfernung ein großes, massiv aussehendes Gebäude. Die davor befindlichen Wachleute, und die zahlreichen Sicherheitskameras lassen auf ein Bankgebäude oder etwas ähnliches schliessen.
In der anderen Hand ist ein kleines Diktiergerät zu sehen, und während Shatter die Bank beobachtet flüstert er in das Diktiergerät.


Am Abend des selben Tages.

Tief im Grundgestein der Stadt.

Ein runder, verdunkelter Raum. Das einzige Licht stamt von einer dämmrigen Lampe in der Mitte des Raumes.
Direkt unter der lampe steht ein Glastisch, seine Oberfläche scheint eine Art Blidschirm zu sein, es ist eine vereinfachte Karte der Erde zu sehen.

Die Wände des Raumes sind zum größten Teil mit Bildschirmen bedeckt, die meisten davon sind allerdings abgeschaltet, nur auf einem ist noch etwas zu sehen.

Über den Glastisch gebeugt wird das Bild von Alexander betrachtet, seine Gestalt nur unzureichend zu erkennen, das dämmrige Licht lässt seine Konturen verwischen und gibt dem ganzen etwas Geisterhaftes.

Das Bild zeigt einen Stadtpark aus der Vogelperspektive. Dann zoomt das Bild heran und man erkennt einen Mann in einem Trenchcoat der auf einer Parkbank sitzt und mit einem Fernglas die Stadt betrachtet.

Das Gesicht des jungen Mannes zeigt ein seltsam anmutendes Lächeln. Es wirkt wie eine Mischung aus Zufriedenheit und Selbstironie.

“So, also schon bei der Arbeit Christopher.” Der junge Mann stellt diese Aussage in den Raum hinein, offentsichtlich ohne irgendeine Reaktion zu erwarten. “Aber gut, genug gespitzelt, Zeit sich an die Arbeit zu machen.”

Das Bild vom Park verlischt, und wird stattdessen von einem Gesicht eher asiatischer Abstammung ersetzt. Auch so die restlichen, dunklen Bildschirme. Nur zeigen sie alle verschiedene Gesichter, aus den verschiedensten Ländern der Welt. Sie alle fangen an in ihren jeweilen Landessprachen zu reden, und innerhalb kürzester Zeit herrscht ein infernalisches Geräuschchaos in dem kleinen Raum. Doch das scheint ihn nicht zu stören, in der Tat, es scheint so als wäre es für ihn das selbstverständlichste der Welt.

Hin und wieder unterbricht er einzelne Personen, und stellt ihnen auf ihren jeweiligen Landessprachen Fragen. Doch nie beantwortet einer eine Frage die nicht auch für ihn gedacht war, in der Tat, es sieht aus als würen se nur die Fragen hören die an sie gerichtet sind.

Nach einer Weile verklingen die Berichte und ein Bildschirm nach dem anderen verlischt. Dafür erscheint jetzt ein vielfarbiges Hologramm über dem Glastisch. Es zeigt ein ätherisch anmutendes Fraktalbild, aber als Alexander hineinzoomt erkennt man das es in wirklichkeit aus verschiedenfarbigen Zahlen und Formeln aufgebaut ist.


Er kontrolliert einige Minuten lang das Hologramm, und lässt Zahlenreihen schneller an sich vorbfließen als das ein Mensch sie aufnehmen könnte, doch er scheint wiederum keine Probleme damit zu haben.

Nach einer Weile wird deutlich das es in dem Bild ein immer wieder kehrendes Muster gibt, aber es ist unklar was dieses Muster bedeuten könnte. Offentsichtlich zufrieden winkt Alexander einmal kurz mit der Hand, und das Hologramm erlischt wieder.

Wieder herrscht fast vollkommene Dunkleheit in dem Raum, das dämmrige Licht reicht gerade noch aus um zu erkennen das er sich mit den Händen auf dem Tisch aufstützt und die Karte betrachtet.


Schritte nähern sich dem Raum und die Tür wird geöffnet, aus dem Gang scheint künstliches Neonlicht in den Raum.
In der Tür steht eine offentsichtlich als Sekretärin zu erkennende, attraktive Frau anfang Dreißig.

“Sir? Die ersten Galagäste treffen ein. Es wäre an der Zeit das sie sich der Angelegenheit entsprechend kleiden und ihre Gäste begrüßen.”

“Hm.” Noch immer über den Tisch gebeugt antwortet Alexander nachdenklich, “Warum sind die nochmal hier?”

“Sir, Ich bin mir sicher das die ganz genau wissen warum diese Gäste heute Abend hier sind.”

Alexander richtet sich ruckartig auf, “Na sicher weis ich das noch, ist ja nicht so als ob ich kein eidetisches Gedächtnis hätte, aber manchmal verdängt man einfach Sachen an denen mein kein Interesse hat.” Er fängt an sich zu strecken und meint dann schwerzhaft, “Hm, apropo Dingen verdrängen an denen man kein Interessa hat, wieso bezahle ich dich noch mal?”

„Sie bezahlen mich damit ich sie an solche gesellschafftlichen Ereignisse erinnere, speziell an die die sie selbst veranstalten. Immerhin ist das ihre Krebsgala, und da sollten sie als Gastgeber und Hauptsponser durchaus anwesend sein.“

„Ja, du hast natürlich recht. Immerhin sollte ich die Fasade aufrecht erhalten, nicht wahr?“

„Ist das eine rethorische Frage, Sir?“

Er schüttelt den Kopf, seufzt, und meint dann, “Ja, ist es.” Danach dreht er sich um und läuft zu einem Teil einer Wand die genauso aussieht wie der Rest. “Ich ziehe mich um, sag meinen Gästen das ich gleich vorbei komme.” Das Wort Gäste spricht er hierbei mit einer gewissen Verachtung aus.

Als er nur noch einige Schritte von der Wand entfernt ist, gleitet sie auf, und enthüllt den kleinen Fahrstuhl der dahinter liegt.

Nach einer kurzen Fahrt in engen Fahrstuhl, in der Kabine läuft Musik von einer Independent Band, steigt er in seinem Zimmer aus deFahrstuhl. Hinter ihm fährt die Wand wieder zur Seite und nichts ist mehr zu sehen.

“Sir?”

Seine Sekretärin erwartet ihn bereits an den Türen seines begehbaren Kleiderschrankes.

“Es überrascht mich immer wieder. Du schaffst es den Gästen Bescheid zu sagen das ich gleich komme, und bist trotzdem noch schneller hier oben als ich, und ich benutze den Fahrstuhl.”


„Nun das ist eine der Qualitäten derer wegen sie mich angestellt haben, neben meinen organisatorischen Fähigkeiten und meinem Geschmack für Mode natürlich, Sir.“

„ja, apropo Mode, was ist denn heute Abend für den Herren von gehobenem Stand In?“

„Ich würde sagen wir gehen heute Abend wieder auf Nummer Sicher Sir, einfach, schlicht, seriös.“

Er wirft ihr einen Ratlosen Blick zu, und kratzt sich unsicher am Kopf. “Und das bedeutet?”

Seine Sekretärin seufzt, rollt hinter ihrer schlichten Brille mit den Augen und antwortet dann gelassen. “Schwarzer Anzug, schlichtes weißes Hemd, Fliege, Sir.”

Alexander nickt und deutet dann über seine Schulter mit dem Daumen auf den Inhalt des Schrankes. “Aha, Ok, und welcher von denen dann?”

Bei näherer Betrachtung fällt auf das praktisch die gesamte Tiefe des Schrankes mit automatischen Kleiderstangen ausgestattet ist. An ihnen hängen, über ein Bedienungsfeld an der Schrankseite herbeirufbar, Anzüge, stets inklusive passenden Schuhen, Hemd, Accesoires.

“Nun Sir, sie wollen gehoben aussehn, aber nicht zu gehoben, das würde arrogant wirken, ich schlage also einen Anzug der mittleren gehobenen Preisklasse vor.

Er sieht immer noch ziemlich ratlos aus, und antwortest dann auch, “Und was war das noch mal?”

Wieder seufzt seine Sekretärin, “12 000 Sir”

“Ok, dann gucken wir doch mal.” Er tritt an das Bedienfeld heran und gibt dort einige Zahlen ein. Vom Schrank geht ein Rattern aus, und dann reihen sich am Schrankeingang einige Anzüge auf. Bei genauer Betrachtung fällt auf das sie alle nach Preisen sortiert sind, und diese Anzüge liegen im Preis alle bei etwa 12 000.

Alexander sieht seine Sekretärin erwartungsvoll an. “Nun?”

“Sofort Sir.” Sie betrachtet die Anzüge einen Augenblick, mustert dann kurz Alexander, und endscheidet sich dann für einen Anzug.

Er nimmt den Anzug, sieht ihn sich kurz an, und meint dann trocken, “Also, für mich sieht der genauso aus wie die anderen.”

“Glauben sie mir Sir, sie werden Fantastisch darin aussehen.” Ihr Gesicht zeigt ein leicht ironisches Lächeln.

Er antwortet in einem übertrieben selbstüberzeugtem Tonfall, “Aber sicher werde ich das, aber, das würde ich auch wenn ich splitterfasernackt da rausrennen würde, mit einem Huhn auf dem Kopf.”

“Nun Sir, es könnte auf jeden Fall nichts an ihrer Ausstrahlung ändern.” Ein schelmisches Lächeln zeigt sich dabei auf ihrem Gesicht.

Mit einem ironischem Lächeln im Gesicht zieht Alexander eine Augenbraue hoch, “Soso, ein Huhn auf dem Kopf könnte also nichts an meiner Ausstrahlung ändern.” Übertrieben ernst sagt er dann, “Wirke ich wirklich so wenig zurechnugsfähig, das selbst ein Huhn auf dem Kopf mich nicht verrückter erscheinen lassen könnte?”

“Nur wenn es ein sehr verrücktes Huhn ist, Sir.”

Daraufhin bricht Alexander in lautes Gelächter aus. “Wohl wahr, wohl wahr.” Noch immer grinsend fängt er an die Trainingskleidung auszuziehen die er trägt, hält dann aber inne und sieht mit eine hochgezogenen Augenbrauhe seine Sekretärin an.

“Sir?”
“Ich werds schon schaffen das Zeug alleine an zu ziehen, kein Grund hier rum zu stehen und mir dabei zu zu gucken. Wenn ich Hilfe brauche werd ich einfach schreien.”

“Wie sie wünschen, Sir. Ich werde im Haus sein falls sie mich brauchen.” Mit einer leichten Verbeugung verlässt sie das Zimmer.

Kurze Zeit später

“AJIRA!” Den Anzug korrekt angelegt hat Alexander es geschafft irgentwie seine Finger mit der Fliege zu verknoten, und versucht gerade sein bestes sich selbst zu erwürgen. Zumindest wirkt es so aus der Entfernung betrachtet.

“Ja Sir?” Die Antwort erklingt hinter ihm, als der Ruf auch nur verklungen ist.

Die Finger immer noch in der Fliege verknotet dreht er sich um. “ Eines Tages musst du mir mal erklären wie du das machst.”

“Sir?”

“Wie du immer direkt hinter mir auftauchst, sofort wenn ich nach dir Rufe.

“Eines Tages Sir.”

“Ehm, könntest du?” Er wackelt etwas hilflos mit den Armen.

“Sofort Sir.”

Drei Handgriife später ist der drohende Erstickungstod abgewehrt, und die Fliege sitzt so wie sie sietzen sollte.

“Achja, noch ein Grund warum ich dir ein vollkommen überzogenes Gehalt zahle.”

Dies beantwortet sie nur mit dem hochziehen einer Augenbraue.

Grinsend schüttelt Alexander den Kopf. “Also, können wir dann?”

“Ich werde im Saal auf sie warten, Sir. Achja, ihre Abendbegleitung wartet schon seit geraumer Zeit auf Sie.”

“Wie lange wartet sie schon?”

“Da bin ich mir nicht sicher, Sir.”

Er seufzt, “Ich mach mich auf den Weg.”
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29.11.2008 22:17
#2 RE: siebter Teil - Ein Galaabend antworten
Später

Der Galaabend war im vollen Gange. Klassische Musik spielte auf, und der Tanz begann. Alexander tanzte mit einer hinreßenden Blondie, die ein Abendkleid trug das aussah als hätte es den Jahrenverdienst eines mittleren Unternehmers gekostet.

Er erweist sich als exellenter Tänzer, auch wenn man ihm ansieht das er nicht unbedingt ganz bei der Sache ist.
“Xander? Is alles in Ordnung?” Die Blondine wirft ihm einen besorgten Blick zu.

Alexander seufzt, nickt dann und antwortet, “Ja, ich hab nur momentan sehr viel um die Ohren. Es tut mir Leid, ich weis wieviel dies alles hier für dich bedeutet.”

Sie schüttelt den Kopf, “Ich wünschte mir nur das mein Vater hier wäre um das zu sehen, es würde ihn so stolz machen.”

Sie schüttelt den Kopf, “Das ist schon in Ordnung, ich weis das es nicht einfach für dich ist diese Geschäfte zu leiten, und ich bin dir wirklich dankbar das du diese Gala für mich hälst.”

Er rückt tritt näher an sie heran, “Meine Liebste, für dich tue Ich alles.” Er will sie gerade in die Arme schliessen, als hinter ihm eine Stimme ertönt.

“Hrm, entschuldigung?,” Alexander dreht sich um, hinter ihm steht ein förmlich gekleideter Mannmittleren Alters, mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht fragt dieser dann, “Ich störe doch nicht?”

Alexander sieht der Blondine in die Augen, “Entschuldigst du mich kurz?” Sie nickt, und Alexander wendet sich seinem Gast zu.

“Nun, grundsätzlich schon, aber weil du es bist will ich mal eine Ausnahme machen.” Alexander sagt diese Worte sehr ernst, fängt dann aber an zu grinsen und schliesst den Mann in die Arme und mustert ihn dann auf Armeslänge. “Gut siehst du aus, die Wahl zu gewinnen hat wieder Farbe in die ausgeblichenen Wangen eingehaucht, wenn ich das mal so sagen darf.” Er lässt ihn los, seufzt erschöpft, und sagt dann, “Ich bin froh das du kommen konntest.”

Mit einer wegwerfenden Handbewegung antwortet dieser dann, “Hey, war doch eine selbstverständlichkeit. Ich würde doch nie einen Galaabend eines meiner besten Freunde verpassen, der dazu noch einer meiner größten Sponsoren ist.”

Alexander blickt gespielt beschämt zur Seite, “Naja, soviel habe ich nun auch nicht getan.”

Lächelnd antwortet dieser dann, “Hey, wenn du nicht gewesen wärst, und mit der Story des Jahres für mich Werbung gemacht hättest, ich hätte diese Bürgermeisterwahl doch nie gewonnen.”

Lachend antwortet Alexander, “Naja, ich will ja nicht übermäßig Bescheiden erscheinen, aber, du hast vollkommen recht.”

“Also, wann hälst du deine Rede?”

Alexander legt den Kopf schräg“Nun, ich habe gedacht es wäre angebracht,wo du schon mal hier bist, das du erst mal ne kleine Rede hälst, so als neu gewählter Bürgermeister und so.”

“Ah, ich soll also Werbung für dich machen, damit sie ihre Portmonois auch besonders locker halten, was?”

Alexander versucht sich an einem übertrieben ernstem Gesichtsaudruck, “Aber natürlich, was meinst du denn warum ich dich sonst eingeladen habe” fängt dann aber wieder an zu lachen.

Der Bürgermeister winkt eine dezent gekleidete, attraktive Frau mittleren Alter heran. “Da fällt mir ein, ich glaube nicht das du meine Frau schon kennst, oder?”

Alexander schüttelt leicht den Kopf und reicht ihr dann die Hand. “Nein, ich glaube nicht das ich die Freude schon hatte.”

“Charlotte Maclain.” Sie hat einen kräftigen Handedruck, der zeigt das sie keine Angst davor hat mit anzupacken.

Daraufhin scheint Alexander etwas einzufallen, und er winkt seine Freundin heran. “Achja, ich glaube nicht das ich sie schon vorgestellt habe,meine Lebensgefährtin, Samantha Dorothia Creek.”

Es folgend eine Runde Smalltalks, bis der Bürgermeister einen Blick auf seine Uhr wirft. “Es ist schon fast Zeit für meine kleine Ansprache, ich bereite mich schnell noch ein wenig vor.”

Alexander daraufhin, “Du weist ja wo die Bühne steht.”

Der Angesprochene wirft einen Blick auf die große Bühne, wo momentan ein kleines Orchester spielt. Grinsend meint er dann, “Ja, kaum zu übersehen.”

Dann schüttelt sich die beiden noch einmal die Hände, und der Bürgermeister läuft richtung Bühne.

Alexander scheint in dem Moment noch etwas einzufallen, denn er ruft ihm noch einmal hinterher. “Hey, Bill!”

Dieser dreht sich noch einmal um, “Ja?”

“Aber gib dir Mühe!”

Daraufhin lacht Bill, und sagt “Junge, ich habe nie was anderes vor gehabt.”

Alexander wendet sich daraufhin an Charlotte, “Nun, ich hoffe doch das der Abend soweit angenehm für sie verlaufen ist?”

Lächelnd antwortet diese, “Aber natürlich ist er das, sie haben aber auch eine wundervolle Gala organisiert. Und ich bin nur allzu froh etwas für einen guten Zweck tun zu können, vor allem wenn es auch noch für einen so guten Freund von meinem Mann ist.”

Für einen kurzen Augenblick scheint eine seltsame Melancholie über Alexanders Gesicht zu gleiten, aber er fängt sich schnell wieder und zeigt wieder ein charmantes Lächeln.

“Samantha, könntest du Charlotte ein wenig deinen Bekannten vorstellen? Ich muss mich noch auf meine Ansprache vorbereiten.”

Samantha lächekt ihn kurz an, nickt dann und antwortet, “Natürlich.”

Dann wendet er sich wieder an Charlotte, “Würden sie mich entschuldigen?”

“Selbstverständlich” Mit einem Nicken wendet sie sich Samantha zu. Nach kurzer Zeit sind die beiden in ein Gesprüch über die politische Weltsituation vertieft, und laufen langsam auf eine kleine Gruppe Frauen zu.
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29.11.2008 22:46
#3 RE: siebter Teil - Ein Galaabend antworten
In einem weißgekacheltem Badezimmer, es ist mit verschiedenen Lampen dezent indirekt ausgeleuchtet.

Alexander steht vor dem Spiegel und spritzt sich Wasser ins Gesicht.

-Warum hat mich das jetzt so durcheinander gebracht?-

Er blickt in den Spiegel, und sieht sich selbst in die Augen. Dann fahren seine Finger gedankenverloren über das Spiegelbild.

-Wenn sie nur wüssten, so viele Lügen, so viel Falschheit, aber, es ist für das richtige Ziel, es muss so sein. Ich habe schon zuviel riskiert, zu viel geopfert um jetzt aufzuhören. Also sollte ich mich endlich zusammen reißen, es ist ja nicht so als ob ich keine Erfahrung darin hätte meine “Freunde” zu hintergehen. Außerdem, wäre ich nicht der der ich jetzt bin, ich bezweifle das so jemand wie Bill mich je als “Freund” ansehen würde.

Und trozdem steigt ein Gesicht vor ihm auf, Bill, freundlich, zuvorkommend, und stets versuchend das richtige zu tun. Und dahinter, ältere Augen, alte Erinnerungen, Augen die ihn voller Schmerz ansehen, voller Anklage.-

Seine Faust trifft sein Spiegelbild, das Glas klirrt leise, bricht aber nicht. “SIE HÄTTEN ES NIE VERSTANDEN!”

Im Spiegel die Gesichter derer sie er verraten hat, denn verraten hat er sie, das wusste er.


-Ich habe getan was ich für das richtige gehalten habe, das habe ich stets getan, und daran wird sich auch nichts ändern!-

DerSpiegel schweigt, und langsam beruhigt sich sein Atem wieder. Wieder spritzt er sich Wasser ins Gesicht.

Als er dann in den Spiegel sieht, starrt ihm nur sein eigenes Spiegelbild entgegen.

“Ich muss mich wirklich zusammen reißen.”

-Erinnere dich, du machst das hier nicht für dich, du machst es für Samantha, für deine Familie, für deine Freunde, und für die Opfer die sie alle bringen mussten, und noch werden bringen müssen.-

Er atmet einmal tief durch und verlässt das Badezimmer.

Als er in die Nähe der Bühne kommt ertönt Applaus im Saal. Der Bürgermeister hat seine Rede gerade eben beendet und befindet sich noch immer auf der Bühne. Alexander geht zum Rand der Bühne, gerade noch von einem Vorhang vom Publikum getrennt.

Als er einen Blick zur Seite wirft bemerkt Bill ihn und ruft dann in sein Mikrofon, “Und hier ist auch schon unser Gestgeber, Xander King.”

Wieder ertönt höflicher Applaus im Saal, und als Alexander langsam aber mit Eland die Bühne betritt schüttelt sich die beiden noch einmal die Hände. Dann verlässt der Bürgermeister das Podium und Alexander steht wieder alleine auf der Bühne.

Seine Gesicht wirkt ruhig, gefasst, keine Spur von dem Aufruhr der nur wenige Minuten vorher noch darin geherrscht hat.

“Danke Bill. Guten Abend meine Damen und Herren.” Er lässt seinen Blick über den Saal schweifen, seine geübten Augen erfassen einzelne Gäste, große Sponsoren , er nickt einigen zu.

“Ich begrüße sie herzlich zu dieser Spendengala. Ich möchte ihnen erklären wieso die Krebshilfe mir so wichtig ist,wieso ich mein Leben der Bekämpfung von Krebs gewidmet habe. Vor zwei Jahren stand ich am Abgrund. Ich hatte mehrere Chemotherapien hinter mir, keine konnte einen längerfristigen Erfolg bringen. Die Ärzte gaben mir nur noch wenige Monate zu leben, und ich war schon fast davor aufzugeben.”

“Mein ganzes Leben hindurch war ich stets ein Wunderkind gewesen, machte meinen Abschluss in Rekordzeit, studierte, machte meinen Dokter schon mit 20. War ausserdem ein ausgezeichneter Sportler und gewann mehrere Preise in Triathlon und Marathonläufen. Mein Leben erstrahlte also in den hellsten Farben.”

Seine Stimme nimmt nun eine fast trügerische Ruhe an, die zeigt wie sehr ihn das was er erzählt bedrückt, noch immer.

“Dies war so bis zu dem Tag an dem ich die Diagnose Krebs erhielt. Dieser Tag war dunkel, ja, aber nicht so dunkel wie der Tag an dem ich davor stand aufzugeben. Denn, zuerst war ich noch voller Hoffnung, ich hatte alles in meinem Leben erreicht was ich mir vorgenommen hatte, alles gewonnen was es für mich zu gewinnen gab, doch, hier war etwas das ich nicht besiegen konnte. Einen Kampf den ich nicht gewinnen konnte, ein Hindernis was ich nicht überwinden konnte. Denn der Krebs erwies sich als stärker. Er besiegte mich, langsam aber sicher. Allen Mühen zum Trotz, aller Therapien zum Trotz, langsam aber sicher zerstörte der Krebs mich. “

Seine Stimme war noch immer dunkel, doch nun zeigt sie wieder Ausdruck, der Schimmer einer Hofnung. Er lässt seinen Blick noch einmal über die Menge schweifen und erzählte dann weiter.

“Der dunkelste Tag meines Lebens, sollte der Tag werden der mich von Grund auf ändern sollte.”

Nun erscheint seine Stimme hoffnungsvoll, nur noch ein Schimmer von der Verzweiflung die gerade eben noch zum Ausdruck gekommen war.

“Dies war der Tag an dem ich das erste Mal Sir Richard Creek traf. Er war der Arzt der hinter den meisten Forschungserfolgen von PharmaCon steckte. Doch so viele er auch heilte, sich selbst konnte er nicht heilen, denn auch er litt an einem Krebs der ihn langsam von innen heraus zerstörte, ein Krebs der sich nicht heilen lies. Aber nichtsdestotrotz, ich habe nie einem Mann erlebt der so sehr gelebt hat wie Er. Er gab mir meine Hoffnung und meinen Mut zurück, und er machte mir das größte Geschenk das ein Mensch erhalten kann, eine neue Chance. Zu dem Zeitpunkt als ich dabei war aufzugeben entwickelte er gerade seine neuste Heilmethode, die NanoMedics. Aber er war schon sehr krank, und auch er war an einige Sackgassen gelangt. Und so konnte ich das Geschenk erwiedern, und ihm bei der Vollendung der NanoMedics helfen. Und so war ich dann auch einer der ersten der von ihnen geheilt wurde, denn trotz aller Risiken die in dieser Behandlung steckt, ich wusste das ich nichts zu verlieren hatte. Und so war ich dann auch einer der ersten der von ihnen geheilt wurde.

Er atmet einmal tief durch und redet dann weiter.

“Aber wie sie sicherlich wissen kam dieser Durchbruch für ihn selbst zu spät, er starb vor genau einem Jahr, der Krebs hatte ihn schlussendlich besiegt. Er wurde Posthum mit den größten Auszeichnungen versehen die ein Mann erhalten kann, denn obwohl der Krebs die Schlacht gegen ihn gewann, so stellt sein Lebenswerk doch ein erfolgreiches Ende des Krieges in Aussicht.

Dann dreht er sich zur verhangenen Wand in seinem Rücken um und gibt einem Diener am Rand der Bühne ein Zeichen. Dieser löst ein Seil und von der Wand fällt das Tuch was sie verdeckt hat.

Auf der Wand ist ein großes Plakatt angebracht, sie zeigt ein simples Loge und einen Namen.

“Deshalb habe ich diese Stiftung zu seinen Ehren gegründet. Die Sir-Richard-Creek-Stiftung-zur-Förderung-der-Forschung-von-Krebsheilung.”

Alexander dreht sich wieder zum Publikum um, und lässt nocheinmal seinen Blick darüber schweifen.

“Deshalb will ich diesen Abend also dem Mann widmen der mein Leben verändert hat.”

Dann wird er von einem eher schmuddelig gekleideten Mann unterbrochen. In den Händen hält dieser eine kleine Kamera und ein Mikrofon, um den Halsträgt er einen Presseausweis.

„Mister King, stimmt es nicht das es in erster Linie ihr Pharmakonzern sein wird der von der neuen Stiftung profitiert?
Und stimmt es nicht auch das Sir Richard ihnen erst kurz vor seinem überraschenden Tod die Leitung des Konzerns überschrieben hat? Und stimmt es nicht auch das die Gerüchte um Schmiergelder seit dem stetig an Glaubwürdigkeit gewinnen?”
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30.11.2008 02:36
#4 RE: siebter Teil - Ein Galaabend antworten
Bei diesem Zwischenruf zieht Alexander eine Augenbraue hoch und antwortet dann ruhig, “Wollen sie etwas bestimmes sagen? Oder einfach nur wild Anschuldigungen in den Raum werfen?

“Ja, nämlich die Tatsache das vorhaben diese Stiftung als Geldwäsche für ihre schwarzen Kassen zu benutzen!”

“Ah, sie wollen also offentsichtlich nur wild beschuldigungen in den Raum werfen. Ich weis momentan nur eines, nämlich das sie nicht mal hier sein sollten!”

Der Reporter setzt schon zu weiteren Tiraden an, wird dann aber von der Haussecurety unter den Armen gepackt, und aus dem Saal geschleift.

Nach diesem Zwischenfall herrscht nervöse Stille im Saal, dann spricht Alexander wieder ins Mikrofon.

„Tja, ich schätze es gibt Dinge die selbst die moderne Medizin nicht heilen kann, Paranoia, oder vielleicht in dem Fall auch eher handelsüblicher Schwachsinn, zum Beispiel.“ Dies ist wohl einige Lacher wert, und so löst sich die angespannte Atmosphäre wieder.

“Nun, was ich noch sagen wollte bevor ich so unsanft unterbrochen wurde,” Nun scheint er jeden Gast ihm Saal direkt in die Augen zu sehen, “ich weis das die meisten von euch dies nur als eine Möglichkeit sehen ihr Geld von der Steuer ab zu setzen, aber, ich bitte euch darum heute mehr darin zu sehen. Ich bitte euch darin die Möglichkeiten zu sehen für diese Welt etwas gutes zu tun, ich bitte euch darum nicht um eurentwegen etwas zu spenden, sondern für all die Menschen dort draußen die an Krebs erkrankt sind, die keine Möglichkeit der Heilung haben, und die schon jede Hoffnung aufgegeben haben.”

Wieder schweift sein Blick über die Menge. Atmet tief durch. “Ich bitte euch heute ein wenig Hoffnung in die Welt zu schicken, und ich werde euch versprechen, kein einziger Doller wird verschwendet werden, das sage ich sowahr ich Xander King heiße.” Dann tritt er einen Schritt zurück und spricht noch einmal ins Mikrofon, “Danke für ihre Aufmerksamkeit.” Mit diesen Worten geht verlässt er dann die Bühne.

Hinter der Bühne erwartet ihn Samantha. “Eine wundervolle Rede, wenn du auch nicht unbedingt alles erzählt hast.”

Alexander wirft einen Blick zurück, die Gäste haben sich inzwischen wieder im Saal verteilt.

“Es gibt vieles was sie nicht wissen müssen, und einiges was sie nicht wissen sollten.”

Sie nickt, und schliesst in dann in die Arme. “Ja, da hast du wohl recht, aber, ich bin trotzdem stolz auf dich.”

Er erwiedert ihre Umarmung, und flüstert ihr ein, “Danke,” ins Ohr.

Dann lässt Samantha ihn los und nimmt in an der Hand, “Komm, es gibt einige Leute die nochmal mit dir reden wollen, und noch mehr die dir einfach nur gratulieren wollen, und dann natürlich noch ne ganze Menge die dir einfach nur ein wenig schmeicheln wollen.”

Sie fängt an ihn hinter sich her und Richtung des Saales zu ziehen. Alexander wiederum stellt sich stur und stemmt sich leicht dagegen. “Muss ich wirklich mit denen reden? Hab ich heut nicht schon genug geredet?”

Samantha bleibt stehen und sieht ihm in die Augen, “Ich weis das du so etwas nicht ausstehen kannst, aber du hast nunmal die Austrahlung dafür, und die Meute will nunmal ihren Dompteur haben, also stell dich ihnen, wirf ihnen ein paar Brocken hin, und sie werden dir wie kleine Kätzchen aus der Hand fressen.” Sie lächelt ihn bei ihren Worten mit einer Mischung aus Schalk und Ermunterung an.

Alexanders Gesicht zeigt seine Skepsis, er nickt dann aber, “Ja, du hast schon Recht, ich weis das ich da jetzt rausgehen sollte, aber ich will nicht!” Diese letzte Aussage verstärkt er mit einem verteidigenden Hochziehen der Schultern und einem vehementen Kopfschütteln.

Samantha tritt näher an ihn heran und nimmt ihn noch einmal in die Arme, “Hör zu, ich weis das du das nicht magst, aber, es ist notwendig, du weist das so gut wie ich, also hör auf mich nach Aufmerksamkeit anzubetteln und geh jetzt endlich nach da draußen und bring sie dazu dir aus der Hand zu fressen, ich weis das du das kannst!” Trotz ihrer befehlenden Worte ist ihr Tonfall liebevoll und vertrauendsvoll.

Er seufzt und atmet dann einmal tief durch. Dann öndert sich sein Gesichtsausdruck von trotzig und erschöpft zu gelassen und Charmant. “Also gut, bringen wir es hinter uns.” Dann reicht Alexander ihr seinen Arm, sie hakt sich unter, und die beiden bewegen sich gelassen richtung Saal und Gäste.

Zusammen stürzen die beiden sich in die Meute aus Schönen, Reichen und ganz schön Reichen. Zahlreiche Hände werden geschüttelt, Gratulationen entgegen genommen, und Komplimente mit einem Lächeln beantwortet. Im Hintergrund wechseln Checks den Besitzer, werden Anrufe getätigt und Vermögensverwalter aus ihrem Wohlverdienten und bezahltem Schlaf geweckt. Beträge in Millionenhöhe wechseln innerhalb kürzester Zeit den Besitzer, und alles im Namen des Guten, zumindestens für die Öffentlichkeit.


Dann geht der Abend langsam zu Ende, das Orchester spielt ein letztes langsames Lied, die meisten Gäste verlassen die Gala langsam, einige zu Party in der Stadt, andere auf dem Weg nach Hause. Alexander und Samantha tanzen ebenfalls einen letzten Tanz.

“Nun, dies war auf jeden Fall ein Ertragreicher Abend.” Zufriedenheit strahlt aus Samanthas Stimme heraus.

“Ja? Wieviel haben sie denn gespendet?” Alexander wiederum scheint nur mäßig interessiert zu sein.

Einen kurzen Augenblick nachdenkend antwortet sie schlieslich, “Also, den ersten Rechungen zufolge etwa 28 Millionen, wenn wir dann noch bedenken das innerhalb der nächsten paar Wochen noch 4 weitere Galas anstehen, in vier verschiedenen Staaten, dann können wir davon ausgehen das wir demnächst ein gutes Startkapital für unsere Stiftung haben werden.”

Etwas nachdenklich antwortet Alexander, “Du meinst wohl deine Stiftung?”

Aus dem Takt gebracht verharrt Samantha im langsamn Tanz und starrt ihn an. “Wie meinen?”

“Oh, hab ich dir das noch gar nicht gesagt,” Bei diesen Worten grinst Alexander wie ein kleiner Lausbub dem ein besonders guter Streich gelungen ist, “ich habe sämtliche Führungsrechte der Stiftung auf dich übertragen lassen, ich mag vielleicht mit meinem Namen für sie eingestanden sein, aber, es wird deine Stiftung sein.”

“Warum hast du das gemacht?”

“Ganz einfach, ich habe erstens eigentlich nicht die Zeit um mich auch noch um eine Stiftung zu kümmern, zweitens, ich denke einfach das es das richtige ist, du lebst doch für so eine Arbeit, du bist eine gute Ärztin, und, du bist wesentlich besser im Rampenlicht als ich. Also wirst du dich demnächst um solche Spendengalas kümmern, dann kann auch keiner mehr behaupten das diese Stiftung nur eine Front zur Tarnung von schmutzigen Geschäften wäre.”

“Darum geht es also in Wirklichkeit, um dein Image nach außen hin?”

“Nein, es geht um das Image der Stiftung, das durch eine zu Enge Verflechtung mit mir nur befleckt werden würde.”

“Hm, ok, das kann ich akzeptieren, ich hab da ber noch eine Frage.”

“Ja?”

“Ist da was dran an den Gerüchten das du die Stiftung nur zur Tarnung von schmutzgen Geldern gegründet hast?”

“Meinst du etwa ich würde dir nicht sagen wenn ich so etwas machen würde?”

“Ja, da hast du recht, tut mir Leid.”

“Brauch dir nicht Leid zu tun, die Anschuldigungen des Reporters waren ja gar nicht mal so abwegig, er hat sie einfach nur vollkommen falsch vorgetragen, aber beschäftigen wir uns doch den Rest des Abend mit etwas angenehmeren.”

“Und das wäre?”

“Ach, ich hab da schon so die eine oder andere Idee.”

“Hm, mir gefällt der Klan wie du das sagst”

Grinst. “Nun, wir müssen allerdings vorher noch unsere letzten Gäste rausschmeißen.”

“Das werden wir wohl in der Tat noch müssen.”


Einige Zeit später, Alexander begleitet den Bürgermeister und dessen Frau nach draußen. Sie sind die beiden letzten Gäste die die Gala verlassen.


Am Auto verbeut sich Alexander nocheinmal vor Charlotte, “Madame, es war eine Freude sie kennen gelernt zu haben.” Dann reicht er Bill nocheinmal die Hand, “Also, wir sehen uns dann bestimmt nochmal die Woche, bis dann.”

“Bis dann.”

Die beiden steigen ins Auto, und der Cheufeur lenkt es aus der Ausfahrt.

Nachdem Er eine Weile auf dem Platz vor dem Haus gestanden ist, und den Mond betrachtet hat, dreht Alexander sich wieder um und geht ins Haus zurück.

Das Lächeln was den größten Teil der Gala über seinem Gesicht gelegen hatte, verschwindet und wird durch einen Gesichtsausdruck der Verachtung und Verärgerung ersetzt.

Alexander bewegt sich langsam zu einem Stuhl und lässt sich erschöpft fallen. Dann sieht er sich um und endeckt seine Freundin bei einigen Hausangestellten stehen, diese sind gerade mit Aufräumen beschäftigt.

-Warum tu ich mir das alles eigentlich noch mal an?- In dem Moment dreht Samantha sich um und winkt ihm mit einem Lächeln zu.

-Achja, deshalb.- Ein kleines Lächeln schleicht sich auf sein Gesicht, und lässt die Erschöpfung und die Verärgerung weniger stark erscheinen.

Eine Zeit lang sitzt er einfach nur auf dem Stuhl, das Gesicht langsam von Verärgerung zu Ausdruckslosigkeit wec hselnd.

“Was ist los?” Alexander zuckt zusammen, Samantha stand neben ihm, und er hatte sie nicht einmal bemerkt.

“Hey. Ich bin einfach nur erschöpft. Und ich habe gerade über einiges nachgedacht.”

Sie zieht sich einen Stuhl heran und setzt sich neben ihn. “Ich bin stolz auf dich, du hast es tatsächlich geschafft genügend Geld zusammen zu kriegen, um unsere Arbeit auf Monate hinaus zu finanzieren.”

“Ja, das habe ich, aber ich sage dir, ich hab das nur deinentwegen getan.” Er seufzt, schüttelt dann den Kopf und sagt, “Weißt du, es ist wirklich nicht einfach für mich, mich so zu verstellen, immer die Fasade aufrecht zu erhalten. Du weist das ich nicht so bin wie die meiten von denen. So oberflächlich, so auf Macht und Geld fixiert, und mit denen zu tun zu haben die das sind, das macht mich immer so fertig.” Seine Stimme klingt langsam aus, als würde er eher zu sich selbst sprechen als zu Samantha.

Dann rückt sie näher an ihn heran und schließt ihn in die Arme. “Ich weiß, deshalb liebe ich dich ja auch so.”

Alexander lehnt seine Stirn an ihre und erwiedert die Umarmung, “ich weis.”

“Also, was war das jetzt mit Ideen die du hattest, von Sachen die wir jetzt noch machen könnten?” Sie hält ihn ein Stück auf Abstand und sieht ihm dabei tief in die Augen, ihre Stimme klingt dabei ein wenig spötisch.

Alexander schlägt sich die Hand an die Stirn, “Stimmt, das hatte ich ja schon wieder ganz vergessen.” Er beugt sich vor und drückt ihr einen Kuss auf die Stirn, “Du bist ein Schatz, warte kurz, ja?”

Ohne auf eine Antwort zu warten steht er auf und geht Richtung Küche. Dort angekommen wirft er einen Blick in das Chaos was dort herrscht, schüttelt kurz den Kopf, und ruft dann, “AJIRA!”

“Ja Sir?” Und wieder steht seine Sekretärin direkt hinter ihm. Bei dem Auspruch springt Alexander fast ein wenig in die Höhe. Dann dreht er sich um.

“Meine Güte, ich muss müder sein als ich dachte, man sollte doch meinen ich habe mich inzwsichen daran gewöhnt.”

“Sir?”

“Schon gut, was ich von dir wollte, kannst du uns ein paar Getränke ins große Badezimmer bringen? Einen alten Whiskey, und vielleicht noch was fruchtiges für Samantha.”

Ajira nickt und antwortet dann gelassen, “Ich werde sehen was sich machen lässt, Sir.”

“Danke, ich mach mich dann auf den Weg.” Mit einem Grinsen läuft Alexander wieder zu Samantha zurück.

Diese sitzt noch immer etwas verwundert auf ihrem Stuhl und wartet auf seine Rückkehr, als sie ihn kommen sieht, blickt sie ihn fragend an. “Und?”

“Ich habe beschlossen das ich jetzt ein Bad brauche, und du bist herzlich eingeladen daran Teil zu nehmen.”

Sie zieht bei dieser Ansage eine Augenbrauhe hoch. “Ein Bad? Wieso das denn?”

Alexander nimmt sie an den Händen und zieht sie aus ihrem Stuhl hoch. “Ganz einfach, ich fühle mich nach so einem Abend als hätte ich in einem Fass mit Krötenschleim gebadet, und nach den ganzen Gesprächen hier, hab ich auch noch das Gefühl ich hätte damit gegurgelt, deshalb hab ich uns auch was nettes zu trinken bestellt.”

“Soso, du fühlst dich also als hättest du in Krötenschleim gebadet. Nun, dagegen müssen wir natürlich was unternehmen.” Mit schelmischen Lächeln im Gesicht lässt sie sich von ihm zum Badezimmer führen.

-Tja, Christopher mein kleiner Bauer, was wirst du tun? Wirst du dich wie die gute kleine Schachfigur benehmen die du bist? Oder wirst du etwas unerwartetes tun?-

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Anything I believe in I can do.
And I believe I can do Anything.

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Ninjas with Sugercoating.
Why? Its like adding Awesome on top of Awesome

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