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Dieses Thema hat 2 Antworten
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Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

10.12.2008 18:15
achter Teil - Ein Einbruch antworten
T-Minus 5 Minuten:

Ein Blizzard trifft die Stadt mit einer Wucht wie man sie kaum vorhersehen konnte. Der Wind reißt Strommasten um, der Schnee begräbt Straßen, und die Kälte läßt Obdachlose unter Autobahnbrücken erfrieren.

Dies alles natürlich umso mehr auf den Dächern von Hochhäusern. Doch, in einem Hochhaus scheint etwas anders zu sein. Hier schwärmen Truppen von CypherteK Securety Mitarbeitern über das Dach, scheinbar auf der Suche nach etwas. Doch bald geben sie die Suche auf, der Wind und die Kälte lassen sie die Suche wohl abbrechen.

Versteckt in den Schatten eines der zahlreichen Ablüfter sitzen Lyda und Shatter Rücken an Rücken und versuchen sich mit einer Tarndecke zu wärmen.

“Haben sie aufgehört zu suchen?” Zähneklappern macht Shatters Stimme fast unverständlich.

“Sieht so aus, aber sie haben einige Wachen am Treppenhaus gelassen.” Auch ihre Stimme klingt fast erstickt durch die Kälte. “Wie sind wir eigentlich nochmal in diese Situation geraten?”
Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

10.12.2008 18:43
#2 RE: achter Teil - Ein Einbruch antworten
T-Minus 43 Stunden:

Shatters Penthouseapartment.

Die morgensonne scheint durch die halb geöffneten Vorhänge. Staub tanzt in der Luft über den Einzelteilen eines zusammen gebrochenen Bettes.

Aus richtung des Sofas erklingt ein leises Schnarchen, das bald durch die penetranten Geräusche eines Weckers unterbrochen wird. Mit einem verschlafen klingenden “Jaja, ich steh ja schon auf”, wird der Alarm abgeschaltet und der Sprecher wankt langsam richtung Bad.

Nach einiger Zeit, und einigen Geräuschen die entweder auf einen Rohrbruch oder eine sehr kräftige Dusche ließen schlassen, läuft Shatter, noch leicht nass und nur mit einem Handtuch um die Hüften, in die Küche. Dort angekommen schaltet er die Nachrichten ein, und lässt sich einen Kaffee aufbrühen.

“Hier die aktuellen Nachrichten aus aller Welt, um 9 Uhr”

Schnell folgt ein Überblick über die wichtigsten Stars und Sternchen und ihre aktuellen Affären. Bei diesen Berichtet schweift Shatters Blick aus dem Fenster und er betrachtet die Sonne die langsam die Stadt erwärmt. Dann wendet er seine Aufmerksamkeit wieder dem Fernseher zu.

Zu sehen sind die Bilder ein komplett verwüsteten Stadt. Kaum ein Stein scheint noch auf dem anderen zu stehen, allerdings ist in einigen Fällen nicht zu erkennen ob das vor zwei Tagen, oder vor zwei Jahren geschah. “Dies sind die neustet Bilder aus Niguru, einer kleinen Stadt am Mosambik.” Ein Reporter mit sorgfältig gepflegtem Auftreten spricht in die Kamera. Hinter ihm sind die Ruinen eines großen Gebäudes zu erkennen.. “Wir befinden uns gerade vor den Ruinen der örtlichen Kirche, und noch ist nicht klar was diese Verwüstungen angerichtet hat.” Der Reporter bewegt sich durch die Stadt und deutet dabei auf verschiedene Ruinen und erläutert sie näher. Dann bewegt er sich richtung Stadtmitte. “Ein Erdbeben oder ein Wilbersturm scheinen ausgeschlossen, da es innerhalb der letzten zwei Wochen weder ungewöhnliche Seismische Aktivitäten noch einen Wirbelsturm in dieser Gegen gab. Auch ist noch unklar wohin die Einwohner verschwunden sind. Man hofft das sie sich in dei umliegenden Dörfer gerettet haben, aber da es jetzt, auch nach einer Woche noch keinerlei Hinweise auf Überlebende gibt, muss man wohl das schlimmste befürchten.”
Langsam nähern sie sich der Stadtmitte, oder doch zu mindestens dem was früher einmal die Stadtmitte war. Denn hier ist das Ausmaß der Zerstörung am schlimmsten, der Grund dafür wird auch sehr schnell offentsichtlich. Ein gewaltiger Spalt in der Erde, dessen Grund nicht zu erkennen ist, und der sich durch die halbe Stadt zu ziehen scheint. “Noch ist unklar was diesen Spalt verursacht hat, es ist auch noch nicht klar wie tief er sich erstreckt, aber da es keine starken Seismischen Aktivitäten gab, ist es nicht auszuschliesen das es sich um das Werk von Metaterroristen handelt.” Dann zommt die Kamera wieder auf den Reporter, “Dies war Edward Simmons, von KWRR, direkt aus jeder Krise zu ihnen nach Hause!”

Es folgt eine gute Mischung aus gewöhnlichen Katastrophen aus aller Welt.

Kopfschüttelnd sitzt Shatter am Küchentisch und schmiert sich ein zweites Brötchen. “Klasse, genau das was wir brauchen, noch mehr Anti-Mutanten Paranoia, mehr Verfolgungen, mehr Hass.”

Noch immer kopfschüttelnd schaltet er den Fernseher aus, und setzt sich mit seinem Brötchen und einem dritten Kaffee an seinen Laptop.

“So, erstmal Musik,” während eine Mischung aus Rock n Roll und Punk aus den Lautsprechern schallt, fängt er an seine Emails zu kontrollieren. “Also, was haben wir denn hier? Sieht so aus als wären meine Anfragen beantwortet worden.”

Es folgen einige Minuten konzentriertem Lesens, während denen er gedankenverloren das Brötchen isst, und langsam seinen Kaffee leert. Dann schlägt er mit der Faust neben seinen Laptop auf den Tisch, die Kaffeetasse klirrt leise.

“Na super! Kein einziger von denen hat den Mumm mir zu helfen, oder ne Ahnung wovon ich da eigentlich spreche.”

Dann verstummt er kurz, reibt sich mit Zeigefinger und Daumen am Kinn und sieht dann nachdenklich an die Decke.

“Warum eigentlich nicht? Sie hat die Ausbildung, die Fähigkeiten, und die Motivation, ist immerhin hier Freund um den es hier geht.”

Dann verschränkt er die Arme vor der Brust, “Auf der anderen Seite wiederum, sie hat schon seit Jahren nicht mehr gemacht, und ist vermutlich vollkommen aus der Übung.”

Er scheint zu einer Entscheidung zu kommen, nickt dann einmal eindrücklich, und fängt an eine Email zu schreiben.

“Also gut, schicken wir ihr doch mal ne Nachricht, mal sehen ob sie drauf reagiert.”
Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

11.12.2008 00:23
#3 T-Minus 38 Stunden: antworten
Ein sonniger, fast schon warmer Wintertag, keine Spur von dem Blizzard der sie Stadt in weniger als zwei Tagen treffen soll. Keine Spur außer dem wuselndem Treiben der Einwohner die noch allesamt irgendwelche Vorbereitungen zu treffen haben.

Doch es gibt auch Bewohner die sich mehr an diesem sonnigen Wintertag zu erfreuen verstehen, statt sich Sorgen um einen Blizzard zu machen, der sich auch nicht von all den anderen unterscheiden wird, die die Stadt in ihrer Geschichte überstanden hat. Und so werden Schale gelockert, Mützen und Handschuhe in Taschen gesteckt, und ein Hindernisslauf um die Zahlreichen Pfützen aus Matsch und halbgeschmolzenem Schnee veranstaltet, die die Sonne hinterlassen hat.

In einer kleinen Seitengasse zum früheren Stadtkern, nun als Altstadt bekannt, befindet sich ein kleines Cafe. Die abblätternde Farbe und die abgelegene Lage sheint anzudeuten das es seine beste Zeit schon hinter sich hat, doch er Eindruck täuscht. Dank seiner abgelegenen Lage, und seiner ganz eigenen Atmosphäre ist es ein Sammelplatz für die Einheimischen geworden, die in der Gesellschafft von Freunden einen der zahlreichen verschiedenen Kaffees oder Eissorten ausprobieren.

Die Wände des Cafes sind mit alten Filmplakaten, Fotos und Postern aus den vergangenen 100 Jahren bedeckt. Eines dieser Fotos erret dabei besondere Aufmerksamkeit. Ein kleines Farbfoto an der Bar, es zeigt Alexander, Shatter und Parelle zusammen als Teenager. Sie alle stehen vor dem Cafe, das zu diesem Zeitpunkt durch einen Brand schwer beschädigt ist, und helfem beim Wiederaufbau.

An einem der Fensterplätze befindet sich ein kleiner Tisch, für mehr als kleine Tische ist hier auch kein Platz. An ihm befinden sich zwei bequem aussehende Sessel, in einem davon sitzt Shatter, sein Trenchcoat um die Sessellehne gehängt, trägt er einen einfachen schwarzen Pullover und blaue Jeans.

Gedankenverloren trinkt er einen Kaffee und sieht auf die Straße und die Altstadt hinaus. Dann nähern sich ihm Schritte.

“Hey Chris, solls eh noch eh was sein, eh?” Die Worte kommen von einem italienisch aussehendem Kellner. Er schaut irgendwie so aus als würde er zum Inventar dieses Cafes gehören, und in der Tat ist sein Gesicht auch in den verschiedensten Altersstufen auf vielen der Fotos zu sehen.

Shatter schreckt hoch und wendet sich dann zum Kellner, “Danke Luigi, aber momentan reicht mir der Kaffee, vielleicht nachher nochmal.”

Luigi sieht ihn nachdenklich an, und sagt dann etwas zögerlich, “Wartest du, auf eh jemanden, eh?”

Der angesprochene seufzt und sieht wieder aus dem Fenster. Seine Antwort klingt beinahe zögerlich, “Ja.”

Luigi verschränkt die Arme vor der Brust und klemmt sich das Tablett was er in der Hand gehalten hat unter den Arm, “Ich, eh, habe dich nämlich schon seit Jahren nicht mehr gesehen, eh, hier. Wenn man es nimmt genau, habe ich schon seit Jahren keinen mehr von euch geshen, und dann tauchst du plötzlich wieder auf, eh? Was ist denn passiert? Hoffentlich doch nichts schlimmes, eh?”

Shatter sieht immer noch aus dem Fenster, wendet dann aber seinen Blick Luigi zu, und antwortet langsam, “Wir haben uns... auseinander gelebt könnte man sagen.”

“Das ist, eh, wirklich schade.” Nachdenklich blickt Luigi an die Decke, “Ihr wart so gute Freunde, immer zusammen, immer hier, auch gute Kunden, eh?” Bei diesen Worten legt sich sein faltiges Gesicht in ein Lächeln das mit der aufgehenden Morgensonne in Konkurenz treten könnte. “Mit wem triffst du dich denn? Jemand von den anderen, eh?”

Die Antwort erfolgt wieder etwas zögerlich, als wäre Shatter noch immer in Gedanken versunken, “Ja, mit Christina”

“Ah? Sie kommt auch hier vorbei? Das iste gut, dann sind schon zwei wieder hier.” Bei seinen nächsten Worten blickt Luigi ihn fragend an, “Vielleicht haben wir Glück, und, eh, die anderen kommen auch noch vorbei?”

Langsam schüttelt Shatter den Kopf, “Nein, soweit ich weis sind sie alle gerade verhindern, auch wenn ich mir zugegebenermaßen nicht bewusst bin was Alexander gerade macht.”

Daraufhin seufzt luigi, und sein Lächeln verschwindet wieder in den tiefen Falten seinen Gesichts, “Das ist eh, schade. Es wäre nett gewesen euch einmal alle wieder zu sehen.” Dann lächelt er wieder ein wenig und lacht leise, “Aber ich schätze dieser Tage, muss man nehmen, was man kriegen kann, eh?” Dann schüttelt er ein wenig den Kopf, “Aber ich sollte mich jetzt wirklich, eh, um die anderen Gäste kümmern, eh? Immerhin habe ich ein Cafe zu bedienen, eh? Ruf mich einfach wenn du mich brauchst.”

Shatter nickt und bevor Luigi sich zum gehen umdrehen kann, “Werd ich machen, und, Luigi?”

“Eh?”

“Danke.”

“Eh?”

“Für alles, für deine Freundlichkeit damals, und heute.”

“No Problemo, eh?” Mit diesen Worten und einem Nicken dreht er sich um und fängt an Bestellungen der anderen Gäste aufzunehmen, und hier und dort ein wenig zu plaudern.

Nach seinem Gespräch mit Luigi sieht Shatter sich noch ein wenig im Raum um, bevor er seinen Blick wieder aus dem Fenster schweifen lässt.

-Ob das wirklich eine gute Idee ist? Sie hat ihre Fähigkeiten immerhin seit drei Jahren nicht mehr groß angewendet. Und, was ist wenn ich gar nicht den Wunsch habe Sam zu retten? Wenn er aus dem Bild ist... Tja, was dann? Sie hat ihn gewählt, und eigentlich sollte ich mich doch damit abgefunden haben, oder? Zwei Jahre sind ne lange Zeit um über jemaden hinweg zu kommen.-

Dann lächelt er selbstironisch und schüttelt leicht den Kopf.

-Sieht so aus als hätte ich meine Zeit schlecht genutzt.-

Er starrt noch einige Zeit aus dem Fenster, bis schlieslich langsam der Kaffee vor ihm kalt wird, und die Sonne sich wieder durch die Wolken schiebt. Ihre Strahlen lassen alles in fast schmerzhaft grellen Farben erleuchten, und gibt den Menschen die dort entlang laufen einen weiteren Grund ihre Mäntel zu lockern und die dicken Winterverpackungen abzustreifen, wenn auch nur für einen Augenblick.

Durch die Menge sind er dann Lydia näherkommen, die hat ihren Mantel abgelegt und trägt ihn unter ihrem Arm geklemmt. Ihr langes, hellblaues Kleid und die eher praktischen Jeans darunter bilden einen interessanten Kontrast. An ihrem Gesicht fällt auf das sie eine recht große, vollverspiegelte Sonnenbrille trägt.

-Da kommt sie... Was soll ich sagen, wo soll ich anfangen?-

Da lacht er plötzlich leise, und schüttelt den Kopf.

-Zwei Jahre, und ich benehme mich noch immer wie ein verliebter Schuljunge, ich habe meine Zeit wirklich nicht sinnvoll genutzt.-
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