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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 174 mal aufgerufen
 Wird noch dran geschrieben
Freyr Offline

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Beiträge: 1.595

29.12.2007 12:02
Der Wald antworten

Ein gewaltiger, endloser Wald.
Er reicht von einer Seite der Welt bis zur anderen.
Bewohnt wird er von allen Dingen die natürlich und rein sind.

Doch die Ausgeglichenheit und der Frieden die im Wald herrschen, werden bald gestört werden.
Denn bald werden sie kommen, sie, die die Maschine verehren werden kommen und den Wald verbrennen wollen, denn der Wald steht für alles was die Maschine nicht versteht und deshalb hasst.

Doch der Wald wird nicht tatenlos dastehen und diese Gewalt und die Unnatürlichkeit zulassen.
Er wird sich wehren, mit allen Waffen die er hat.
Es sind Waffen der Natur, es sind Krallen und Zähne, Äste und Steine.
Alles was lebt und existiert im Wald wird gegen die Maschine kämpfen.
Und der Kampf wird den Wald für immer verändern, so oder so.


Eine kleine Siedlung, in den Außengebieten des Waldes, nicht weit entfernt von der Küste.

Eine kleines Haus, gebaut auf Ästen und Lehm und Blättern.
In diesem Haus eine kleine Familie, bestehend aus Vater und Mutter und viele glückliche Kinder, den sie liebten ihre Kinder.

Alles war schön und gut in diesem kleinen Dorf, das keinen Namen hatte denn es bestand keine Notwendigkeit für Namen, jeder der dort wohnte, wusste was gemeint war, und Besucher von außen gab es nie.
Bis, eines Tages, schwarze Wolken am Horizont auftauchten.

Die Bewohner des Dorfes waren verwirrt, denn sie wussten nicht was, solch schwarze Wolken verursachen konnte.
Sie hatten zwar schon Waldfeuer gesehen, aber doch nie so groß und außerdem konnte Wasser nicht brennen.

Sie hatten Recht, Wasser konnte nicht brennen, aber es war auch nicht Wasser was da brannte.
Es war Rauch aus Dampfkesseln, Dampfkessel die eine gewaltige Flotte antrieben.
Eine Flotte wie sie diese Welt noch nicht gesehen hatte, denn sie stammte nicht von dieser Welt.

Ihre Seeleute waren klein, und grünhäutig. Ohne Fell, wie ein jeder der Bewohner des Dorfes trug. Auch hatten sie zwar spitze Ohren und scharfe Zähne doch ihre Gesichter waren platt und ihre Nasen genauso wie der Rest von ihnen von grüner Haut bedeckt nicht schwarz und feucht. Ihre Stimmen waren schrill und laut, nicht dunkel und wohl tönend wie sie sein sollten.

Zuerst erschien die Flotte als schwarzer Strich am Horizont, kaum unterscheidbar vom schwarzen Rauch der den Himmel verdunkelte.
Dann, Tage später, konnte man einzelne Schiffe erkennen die der riesigen Flotte voraus fuhren, sie sollte wohl die Küste auf Untiefen prüfen und einen guten Punkte zum Anlanden finden.
Und in der Tat, viele der vorausfahrenden Schiffe sanken, als sie verborgene Felsen trafen.
Doch die Seefahrer schienen davon nicht sonderlich beunruhigt. Selbst als sie scharenweise von den riesigen Bestien die im Wasser lauern in die Tiefe gerissen wurden kamen nur drei Worte über ihre Lippen.
„FÜR DIE MASCHINE!“

Unter den Fischer des Dorfes wuchs die Besorgnis, denn sie fanden jeden Tag weniger Fische und dafür mehr Unrat und stinkenden Dreck im Wasser.
Die Tage wurden kälter und regnerischer, doch der Regen war dunkel und dreckig, nicht rein und erlösend wie er früher immer war.

Die Stimmung im kleinen Haus hatte sich stark verändert.
Niemand war mehr fröhlich, denn die Eltern wurden immer besorgter, mit jedem vergehenden Tag und die Kinder durften nicht mehr so lange draußen spielen und mussten in der Nähe des Dorfes bleiben.
Der Vater war besonders besorgt, denn er war ein Fischer und hatte einige Dinge am Strand und im Meer gefunden die ihm nicht gefielen, speziell die Bewohner oder Bändiger der grauen, rauch spuckenden Bestien.
Sie schienen bei den versuchen mit ihren Bestien anzulanden, furchtbare Verluste zu erleiden, aber es schien sie nicht zu kümmern. Es war als hätte ein einzelnes Leben keine Bedeutung für sie.


Und es kam wie es kommen musste, die Seefahrer fanden einen Platz für ihre gewaltige Flotte zum Landen.
Es war eine flache Bucht, nur wenige Kilometer entfernt von dem kleinen Dorf.

Dort fing es an.

Zuerst schafften sie den größten Teil ihrer grauen, schwarzen Qualm spuckenden Tiere an Land. Dort rissen sie ihnen die Bäuche auf und entluden Ströme von silbern, goldenen Bestien, die, sobald ihnen einige der Seefahrer in die Bäuche geglitten waren, auch bald anfingen zu schnaufen und zu pfeifen und diesen schwarzen Qualm auszustoßen.

Einige der Jäger des Dorfes beobachteten diesen Vorgang sehr besorgt und meldeten diese Vorgänge im Dorf.

Doch die Dorfbewohner waren ratlos was sie tun sollten. Sie wussten ja nicht ob diese Fremden gefährlich für sie wären. Also beschlossen sie, sie erst einmal eine Weile zu beobachten und dann zu entscheiden.

Ihre Entscheidung sollte nicht lange auf sich warten lassen.
Bald nach dem die Fremden eine Art großes Haus gefertigt hatten, aus den Häuten ihrer grauen Bestien, fingen sie an den Wald um die Bucht herum zu fällen.
Auch fingen sie allen Fisch aus dem Meer, so dass den Fischern aus dem Dorf außer Unrat und Dreck nichts mehr ins Netz ging.

Da beschlossen die Dorfbewohner das die Fremden gefährlich für den Wald seinen.
Aber weil die Fremden so riesige Bestien hatten, die auf ihre befehle hörten und hunderte Meter Wald am Tag fressen konnten, wussten die Dorfbewohner das sie alleine nichts gegen die Fremden ausrichten konnten.
Also beschlossen sie Hilfe zu holen.
Sie würden einige ihrer schnellsten Jäger und besten Läufer losschicken um beim Rat der Wälder um Hilfe zu bitten.

Während dessen fraßen sich die Bestien der Fremden Tag um Tag tiefer in den Wald.

Schon wenige Wochen nachdem sie angelandet waren, hatten sie sich mehr als 4 Kilometer tief in den Wald gefressen und um ihre Festung herum stand kein Baum mehr.

Ihre Aktivitäten zu beobachten wurde immer schwieriger und so verlagerte man sich darauf sie nachts zu beobachten.

Dann, nur wenige Tage nachdem die ersten Läufer beim Rat des Waldes ankamen, kam es zu einem ersten Zusammenstoß zwischen den Bewohner des Dorfes und den Fremden.

In einer Schlucht, nicht weit entfernt vom Dorf, trafen ein Trupp Jäger, der erfolglos von einer Jagd zurückkam, auf einen Voraustrupp der Fremden. Sie hatten sich ohne eine ihrer Silbernen Bestien in den Wald gewagt, wohl um auszukundschaften wo sie die meisten Bäume fällen könnten.

Die Jäger, erbost über die Zerstörung des Waldes und der Verscheuchung der Tiere zögerten nicht lange und streckten alle der Fremden nieder.
Es fiel den Jägern überraschend einfach sie Fremden zu töten.
Sie schienen die Jäger die unter dem Schutz des Waldes standen erst zu bemerken als diese anfingen Speere auf die Fremden zu schießen.

Die Fremden, vollkommen überrumpelt, hatten keine Chance, nicht einer von ihnen entkam.


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Freyr Offline

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02.01.2008 22:56
#2 RE: Der Wald antworten

Kurze zeit später kam die Vergeltung der Invasoren.

Sie schickten riesige, rauchspuckende Bestien aus. Diese marschierten durch den Wald und stampften alles nieder was ihnen in den Weg kam.

Letztlich erreichten sie die Schlucht. Hinter der Schlucht befand sich das Dorf, und so beschlossen die Dorfbewohner hier ihre Verteidigung aufzustellen. Ob mit oder ohne Hilfe des Rates.

Doch ihr Kampf sollte vergeblich sein. Sie hatten keine Chance gegen die gewaltigen Maschinen. Der letzte der Verteidiger der starb war der Schamane des Dorfes, und mit seinem letzten Fluch schaffte er es einer der Maschinen zu zerstören. Er ließ die Hitze die ihn ihrem inneren gefangen war, frei. Die resultierende Explosion zerriss die Maschine und beschädigte zwei weitere.
Die Verwirrung gab dem Rest der Verteidiger die Zeit zum Dorf zu fliehen und mit ihren Familien zu fliehen.
Zumindest hätte es so sein sollten. Doch die Invasoren waren schneller.

Sie waren bereits beim Dorf als die letzten der Verteidiger sich zurück zogen.
Die Invasoren hatten strenge Befehle. Sie sollten alle die sich verteidigen töten und alle Jungen und Kinder gefangen nehmen. Sie könnten vielleicht konvertiert werden. Oder zumindestens als Sklaven benutzt werden.
Die Geschichten von diesen Kindern sind nicht bekannt.
Doch die Geschichte der Invasoren im Wald wird noch geschrieben.

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Freyr Offline

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Beiträge: 1.595

12.02.2008 14:18
#3 Der Wald antworten

Denn die Geschichte dieses Dorfes war erst der Anfang des Krieges gegen die Maschine.

Die Diener der Maschine wollten nicht eher ruhen bis das der gesamte Kontinent von ihnen beherrscht würde, und sie die Eingeweide der Erde an ihre rauch spuckenden Bestien verfütternd könnten. Doch das war nur eines ihrer Ziele. Denn sie hatten nicht vor an diesem Kontinent halt zu machen. Sie wollten nicht nur einen Kontinent, sie wollten alle Kontinente ihrer Welt beherrschen.
Und wenn sie das geschafft hätten, würden sie in anderen Welten einfallen, wo sie die Schätze der Erde benutzen würden um ihren Gott, die Maschine, stärker zu machen. Sie würden nicht aufhören, bis es nicht eine Welt gäbe die nicht vollständig ihnen gehörte.

Doch dies liegt noch weit in der Zukunft, und ist nicht Gegenstand dieser Geschichte.

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Ich habe das Geheimnis der Unsterblichkeit entdeckt.
...Nicht-Sterben...

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