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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 310 mal aufgerufen
 Fantanoia
Schiron Offline

Anders sein und Anders heissen


Beiträge: 340

16.08.2012 23:22
Charaktere antworten

Habe diesen Thread mal aufgemacht, dass man hier Charakterideen posten kann.

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Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.

George Bernard Shaw

Schiron Offline

Anders sein und Anders heissen


Beiträge: 340

16.08.2012 23:22
#2 RE: Charaktere antworten

Arion Weltenwind

Meine Kindheit war gezeichnet von durchschnittlichkeit. Meinen Vater lernte ich nie kennen, Geschichten aus dem Dorf sagten, dass er ein Trunkbold aus der örtlichen Taverne war und meine Mutter verlor nie ein Wort über ihn. Als allein erziehende Mutter hatte sie es freilich auch nicht einfach, nicht nur weil ich keinen Vater hatte, sondern weil sie vom ganzen Dorf nur mit Verachtung gestraft wurde. Und trotzdem harrte sie aus - ich verstand nie warum. Wir hätte einfach wegziehen können und ein neues Leben beginnen. Doch sie wollte warten. Auf was hat sie nie gesagt. Zumindest bis zu dem einem verhängnisvollen Tag.

Eine wilde Bestie, mehr als zwei schritt hoch und einem Wolf nicht unähnlich griff eines Nachts bei Vollmond unser Dorf an. Sie zerriss unsere Nachbarn, zertrümmerte unsere Häuser und schlachtete selbst das Vieh. Einige wenige von uns waren in der Lage, uns im Keller des Schäfers zu verstecken zu verstecken. Wir waren nicht mehr als 15. Dort unten, den Eingang verbarrikadiert, dauerte es nicht lange, bis sie meine Mutter und mich der Hexerei beschuldigten. Wir sollten die Bestie beschworen haben, um unsere finsteren Pläne in die Tat umzusetzen. Meine Mutter war die freundlichste und liebenswürdigste Person, die ich kannte. Sie stritt alles ab und versuchte die Situation zu beruhigen, doch einer der übermütigen Jugendlichen rammte ihr in der Hitze des Gesprächs einen Pfahl durch den Bauch.

Ich erinnere mich nur schwammig, doch mit meiner sterbenden Mutter in den Armen war ich der Verzweiflung nahe. Ich nahm sie, schmetterte die schützende Tür aus ihren Angeln und stand bereits mitten Im Wald, als ich wieder zur Besinnung kam. Überall waren Flammen. Golden züngelten sie an den Blättern, fraßen gierig das Gras und versengten die Erde selbst. Mein Blick zurück zeigte ein Pfad der Verwüstung. Selbst mein Körper stand in Flammen von wo aus sie sich nimmersatt durch meine Kleidung fraßen. Mir war nichteinmal warm.

Doch meine Aufmerksamkeit galt nur meiner Mutter. Sie legte ihre Hand an meine Wange und sagte: “Es ist nicht ihre Schuld, sie wussten es nicht besser. Hass erzeugt immer nur Gewalt und Gewalt führt zu Leid.” und mit letzter Kraft drückte sie mir ein goldenes Medallion in die Hand. “Dies ist von deinem Vater, ich sollte es dir geben wenn du *husten* alt genug b...”.
Da erstarb ihre Stimme und ihre Hand sank leblos herab.

Als ich am nächsten Morgen erwachte fand ich mich selbst nackt in Mitten des versengten Landes wieder. Mehr als ein Steinwurf um mich herum waren die Bäume zur Gänze verschwunden und der Boden tiefschwarz. Und selbst jenseits des Steinwurfs waren nur noch die verkohlten Gerippe der Bäume zu erkennen. Fast nebenbei bemerkte ich das Medallion, dass sich fest in meinem Griff befand. Es zeigte in bemerkenswertem Detailreichtum einen Vogel, dessen Schwingen den Horizont berührten. Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich noch mehr Details, und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass sich die ganze Szene bewegte. Während mein Blick auf das Medallion gefesselt war, wurde Vermutung zur Gewissheit. Die immer schneller werdenden Abläufe erzählten eine Geschichte, deren Details als unverrückbare Wahrheiten in meinem Geist auftauchten..
Der Vogel, der über die malerische Landschaft flog, war ein Phönix. Unsterbliche Kreaturen aus Magie und Feuer geboren. Genauso scheu wie mächtig lebte der Phönix für eine Ewigkeit mit kaum Kontakt zu anderen vernunftbegabten Wesen. Doch eines Tages traf er auf einem Berg eine menschliche Frau. Von Neugier getrieben lernte er bald das zärtliche Wesen des Menschen zu lieben, was von ihr erwidert wurde.
Doch ihr Glück währte nicht lange. Während seine Kräfte geschwächt waren, ergriff einer seiner alten Feinde, ein finsterer Drache, die Gelegenehit und belegte ihn mit dem Fluch der ihn in seiner momentanen Gestalt - ein Mensch - festhielt und verbannte ihn.
Bevor er verschwand waren seine letzten Worte : “Ich werde zurück kommen!”.
Sie zog in das nächste Dorf und wartete dort auf die Rückkehr ihres Geliebten. Tief getroffen von dem Verlust ihres Geliebten blieb ihr, wie sie bald feststellte, ein Hoffnungschimmer. In ihrem Bauch wuchs ein neues Leben heran.

Eine einzelne Träne lief meine Wange hinab. Sie suchte ihren Weg stetig Richtung Boden und ließ sich nicht von ihrem Pfad abbringen. Ich wollte sie nicht stoppen. Während sie fiel fasste ich zwei Entschlüsse. Ich wollte die letzten Worte meiner Mutter ehren und nicht hassen. Niemals wieder. Und ich wollte meinen Vater finden und ihn befreien.
Ich drehte der verbrannten Erde den Rücken zu und lief meiner Zukunft entgegen.

Wo die Träne den Boden getroffen hatte, wuchs ein kräftiger Sprössling aus dem verkohlten Boden.


Aussehen: Rot - goldene Haare (die gerne auch mal brennen), goldene Augen - ansonsten Menschlich.
Alter: 23 (6 Jahre nachdem er aufgebrochen ist)

Fähigkeiten:
Mal sehen.

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George Bernard Shaw

Schiron Offline

Anders sein und Anders heissen


Beiträge: 340

16.08.2012 23:23
#3 RE: Charaktere antworten

Io von Rabenoldt

Rasse: Mensch
Herkunft: alte Adelsfamilie der Stadt.
Profession: Illusionsmagier
Alter: 27, männlich
Hauptattribute: Smarts, Noticing

Hintergrund:
Io entstammt einer alten Adelsfamilie, die bereits ihren Zenith überschritten hat. Die meisten Reichtümer sind bereits verloren, lediglich ein kleineres Familienvermögen verbleibt.
Nachdem seine magischen Talente entdeckt wurden, überzeugte sein Großvater seine Eltern ihn von einem Lehrmeister ausbilden zu lassen.
Von diesem alten Lehrmeister wurde er in die Geheimnisse der Illusionsmagie eingeweiht und bekam desweiteren eine solide Grundausbildung. Er machte schnell Fortschritte und begann aufgrund seiner neugierigen Natur mit den Zaubern herum zu experimentieren. Bei dem unvermeidlichen Unfall zog er sich nicht nur eine Narbe über dem linken Auge zu, sondern entdeckte auch, dass er seine Illusionen real werden lassen konnte - zumindest bis zu einem gewissen Teil. Nichtsdestotrotz behielt er seine Entdeckung für sich und schloss eine Jahre später seine Ausbildung zur Gänze ab. Zu seinem Misfallen beschlossen seine Eltern, dass er gänzlich in das Familiengeschäft einsteigen sollte und der Familie wieder zu alter Größe verhelfen sollte. Aufgrund seines angeborenen Entdeckerdrangs hielt er es jedoch nur einige Monate in der staubigen Ödnis des Familiengewerbes - langweilige Bälle und Empfänge - aus und beschloss sich aus dem Staub zu machen. Da er allerdings wusste, dass seine Eltern nach ihm suchen würde, erschuf er eine reale Illusion von sich selbst, die fortan schwächlich bei seinen Eltern Zuhause im Bett liegt und an einer unheilbaren Krankheit leidet, auf die sich selbst die besten Ärzte keinen Reim machen können.
Mit der neugewonnenen Freiheit machte er sich auf die Welt jenseits des Höfischen Adels zu erkunden.

Fähigkeiten:
Die Illusionen sind in der Lage jegliche Sinne zu täuschen. So können sie nach Wunsch nicht nur gesehen, sondern auch gehört, gerochen oder sogar magisch gespürt werden. Auf diese Art lässt sich auch eine magische Aura erzeugen, verändern oder verbergen. Es ist zum Beispiel auch möglich eine Person oder gar ein ganzes Gebiet für das Auge unsichtbar zu machen, ihren Geruch zu verändern oder verstummen zu lassen.



Desweiteren ist er in der Lage, den Illusionen eine gewisse Realität zu geben. Dadurch können sie mit der Umwelt interagieren, Gegenstände anheben, Schaden verursachen oder abfangen. Sollten diese realen Illusionen Sinne besitzen, teilt er die Sinneseindrücke dieser Illusionen (was speziell bei vielen oder besonders fremdartigen Illusionen oder überaus verstörend sein kann). Diese realen Illusionen sind in der Lage bis zu einem gewissen Grad selbstständig zu handeln, verfolgen aber immer das ursprüngliche Ziel des Zaubernden. Diese Fähigkeiten sind sehr stark von der Natur der Illusion abhängig.
Außerdem ist er in der Lage, seine momentane Position mit einer dieser realen Illusionen zu tauschen.

Ausrüstung:
- Gute Abenteurerkleidung.
- Focus Handschuh (links):
Dieser magische Handschuh ist ein altes Familienerbstück, dass er von seinem Großvater bekam. Es enthält einen Kraftspeicher (Kristall), der einige Zauber selbstständig aufrechterhalten kann. Er ist aus schwarzem Leder gearbeitet und mit Reinsilberfäden verstärkt. Obwohl er sehr alt ist, konnte ihm der Zahn der Zeit bisher nichts anhaben. Und er sitzt wie angegossen.

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George Bernard Shaw

Schiron Offline

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Beiträge: 340

16.08.2012 23:23
#4 RE: Charaktere antworten

Hier mal zwei eher Heldenhafte Charaktere. Irgendwie muss man ja mit euren halbgöttern mithalten. :P

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George Bernard Shaw

Schiron Offline

Anders sein und Anders heissen


Beiträge: 340

28.04.2013 00:57
#5 RE: Charaktere antworten

Da wir in Freiburg die Diebe jetzt nen paar mal gespielt haben, hab ich das Gefühl, dass mein Held ne Hintergrundgeschichte verdient hat. ;) Und hier ist sie!

Needle

Über seine Kindheit ist wenig bekannt - auch ihm nicht. Er wurde früh von seinen Eltern getrennt (Ob durch deren Ableben, verschwinden oder Desinteresse ist unbekannt.) und wuchs auf der Straße auf. Dort schlug er sich die ersten Jahre seines Lebens hauptsächlich mit Gaunereien und Beutelschneiden durch, was ihm ein karges Leben ermöglichte. So ist es kaum verwunderlich, dass er nach einigen Jahren ein gewisses Geschick in diesen Dingen erlangte - auch wenn er nie wirklich erfolgreich war.
Eines Tages fiel das Augenmerk des Bandenführers Don Amos auf ihn. Er hatte keinen guten Ruf und einen starken Hang zur Grausamkeit, aber wenn man einem hungrigem jungen Essen und ein Bett verspricht, rücken derartige Dinge in den Hintergrund. Von diesem Tag an lehrten die rauen Spießgesellen Dom Amos ihm die Tipps und Tricks der Diebeskunst. Doch es blieb nicht dabei. Nach einiger Zeit nahmen sie ihn auf ihre Mordtouren mit. Zuerst nur zum Schmiere stehen, doch eines Tages ließen sie ihn unter lautem Grölen selbst die Klinge führen.
Am frühen Morgen dieses Tages lag ein kleiner Junge unter Tränen irgendwo vor dem Tor eines Hauses. Dieses Tor führte zu einem der bekanntesten Arzthäuser der Stadt, geführt von Herrn Rigurd. Er hätte eine Menge Geld machen können, den er besaß neben einem ruhigem Händchen auch eine hervorragende Ausbildung. Doch er beschloss, auch den Armen helfen zu wollen. So lag seine Klinik nicht in der Oberstadt, sondern an der Grenze zum Armenviertel, wo er den Leuten half und von jedem nur das verlangte, was sie geben konnten.
Ebendieser Herr Rigurd fand den jungen Needle an diesem Morgen vor seiner Tür liegend und nahm ihn mit sich in die Praxis, wo er ihm gut zuredete und ihm ein Frühstück gab. Es dauerte nicht lang, und Needle erzählte ihm seine ganze Geschichte. Nachdem er aufmerksam zugehört hatte, bekam er Mitleid mit dem Jungen. Er konnte nicht weg, die Spießgesellen würden ihn finden. Und doch wünschte er sich ein Leben fernab von dieser Grausamkeit.
Nach reiflicher Überlegung bot er dem Jungen an, ihn bei sich in der Arztpraxis auszubilden, um ihm einen Gegenpol zu seinem rauen Leben zu bieten und für jedes Leben, das er nahm, ein anderes zu retten. Verunsichert nahm Needle an.
Es folgten harte Jahre, in denen er ein Doppelleben führte. Die Nächte verbrachte er mit der Diebeskunst und dem Mordhandwerk, die Tage mit der Lesen und Heilkunst. Nach und nach gefielen ihm beide Facetten dieses Lebens, auch wenn ihm die Grausamkeit Don Amos abging und er nie die selbe Hingabe wie Herrn Rigurd zeigen konnte.
Man könnte nun meinen, dass dieses Doppelleben schnell schief ging oder Don Amos auffiel. Aber das Gegenteil war der Fall - es gelang Needle überraschend lange, der direkten Aufmerksamkeit Don Amos zu entgehen.
Doch irgendwann trat dann das unvermeidliche ein. Einer von Don Amos Männern sah ihn durch Zufall beim Arzt arbeiten und verpfiff ihn. Noch am selben Abend lag Herrn Rigurd tot auf seiner eigenen Pritsche und Needle verprügelt in einer dunklen Ecke.
Zehn Tage später starb Don Amos auf Needles Klinge. Seine “Diebes”Bande zerfiel wenige Tage später unter dem Druck rivalisierender Banden - und Needle war frei.

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George Bernard Shaw

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