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 Fertige Geschichten
Freyr Offline

Letztgültige Instanz


Beiträge: 1.595

08.01.2008 18:49
Dies sind die Geschichten des fahrenden Zauberers Ian antworten

Dies ist meine Geschichte und ich erzähle sie so wie ich mich daran erinnere.


Diese Geschichte spielt vor langer Zeit, in einem Land das weit von unserem entfernt ist.
Es ist das Land in dem ich aufwuchs, in dem ich meine ersten Zaubersprüche lernte, meine große Liebe kennen lernte und wieder verlor. Es ist das Land Tausendbaum.
Und so ist auch meine erste Erinnerung die an den Geruch des großen Waldes.
Unser Dorf stand am Rand des großen Waldes.

Es war ein kleines Dorf, weit entfernt vom allgegenwärtigen Krieg. Wenigstens war es das damals noch.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich zum ersten mal den großen Wald betrat.
Er begann gleich hinter unseren Feldern. Meine Familie musste ständig mit dem Wald um jedes Stück gerodetes Land kämpfen.

Manchmal gewann er, manchmal wir. Ich betrat den Wald das erste Mal mit meinem großen Bruder zusammen. Ich muss damals so um die vier oder fünf gewesen sein. Genau weis ich es nicht. Damals achtete man nicht so genau auf sein Alter. Mein Bruder sollte im Wald Pilze suchen, und da er auf mich aufpassen musste nahm er mich mit.

Damals war der Wald längst nicht so gefährlich wie heute. Heute kann man sich dem Wald ja kaum auf ein paar Meilen nähern ohne das man befürchten muss von irgendwelchen seltsamen Kreaturen angegriffen zu werden.

Damals war das noch nicht so.

Wir betraten also den Wald und suchten nach Pilzen. Natürlich darf man nicht einfach alle Pilze mitnehmen die man findet.

In der Tat sind die meisten Pilze die man im großen Wald findet entweder Giftig oder schmecken nicht. Leider in den meisten Fällen nicht beides.

Ich erinnere mich gut, wie groß und unheimlich mir der Wald vorkam.
Unheimlich aber trotzdem verlockend. Er schien mich zu rufen.
Oft habe ich mir überlegt was wohl passiert wäre wenn ich dem Ruf damals gefolgt wäre.
Aber ich bin nicht. Ich hatte zuviel Angst.
Vielleicht ist es auch besser so.

Wann immer ich mich an meine Familie erinnere fällt mir zuerst mein Vater ein.

Der, von der Feldarbeit, gebeugte Rücken. Das, von Wind und Wetter, zerfurchte Gesicht.
Seine Stimme, rau und ermahnend. Sein Wesen, verschlossen aber niemals ungerecht.

Meine Mutter, in der Küche, im Kräutergarten, in den Wiesen nahe des Waldes.


Manchmal lassen mich meine Erinnerungen auch im Stich.
Dann kann ich mich an nichts erinnern als ein Gesicht. Und ich bin glücklich.

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Anything I believe in I can do.
And I believe I can do Anything.

Ich habe das Geheimnis der Unsterblichkeit entdeckt.
...Nicht-Sterben...

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